Versicherungshorror mit Mapfre Auslandsversicherung

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kaiserin64
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Versicherungshorror mit Mapfre Auslandsversicherung

Beitrag von kaiserin64 » 21.02.2017 - 14:11

Warnung bezüglich Auslandsreiseversicherung von Mapfre an alle künftigen oder aktuellen Australienreisenden. Egal ob Studies, Praktikanten oder
Work&Traveler.
Wir, die Eltern, hatten unserem Sohn im Sommer 2016 zum Abi einen Work&Travel Aufenthalt in Australien über <ADMIN: Namen entfernt> einen deutschen Reisevermittler geschenkt.
Inclusive des gesamten Auslandsreiseversicherungspakets. Weil vom <ADMIN: Namen entfernt> deutschen Reisevermittler extra noch schriftlich empfohlen, ausgerechnet auch bei Mapfre. Ende Januar 2017, nur wenige Tage vor seiner Heimreise, hatte unser Sohn A. einen fürchterlichen Autounfall, den er nur mit ganz viiiiel Glück überhaupt überlebt hat. Da A. sich wegen seiner schweren Verletzungen und fehlendem Gepäck samt Unterlagen nicht selbst bei der Versicherung melden konnte haben wir das von Deutschland aus gemacht.
Von da an haben wir mit dieser Versicherung einen wahren Alptraum erlebt, der eigentlich undenkbar ist.
Zunächst hat sich die Mapfre trotz gegenteiliger Zusage 9 Tage lang überhaupt nicht bei der Klinik in Perth, in die A. geflogen wurde gemeldet.
Wir, die restliche Familie, wurden tagelang von einer angeblich zuständigen Niederlassung zur anderen verwiesen und erhielten keinerlei Infos oder Rückmeldungen über einen aktuellen Sachstand. Versprochene Rückrufe von Sachbearbeitern, insbesondere aus Deutschland, erfolgten grundsätzlich nicht. Wie auch von einem anderen Mitglied des Forums erzählt, war der Sachbearbeiter, ein Herr Munioz am Telefon nie erreichbar.Immer wurden
wir an die Notrufzentrale verwiesen. Dort spricht man aber - entgegen der Behauptung in den Versicherungspapieren -kaum deutsch.
Wir sind dann selbst nach Australien geflogen. Dort teilte uns die Klinik kurz nach unserem Eintreffen mit, dass sich bislang noch keine Versicherung
bei ihnen gemeldet habe. Also wir wieder bei der Notfallzentrale angerufen. Und: Es ging auch nach mehrmaligen Versuchen niemand ans Telefon.
Hallo, das soll eine Notfallzentrale sein!!! Also wir uns nun einfach mal bei dem <ADMIN: Namen entfernt> deutschen Reisevermittler direkt über diese Versicherung beschwert.
Und siehe da: am Dienstag morgen Perth-Zeit teilte uns die Klinik mit, dass sich die Versicherung nun endlich gemeldet habe.
Wer jetzt aber glaubt von da an wäre es besser geworden, der irrt.
A. erholte sich von seinen schweren Verletzungen selbst zum Erstaunen der Ärzte sehr sehr schnell , so dass wir ihn nach Ansicht seines
Professors am Samstag, dem 11.02.2017 mittels eines Fluges in der Buissenessclass hätten mit nach Hause nehmen können. Das teilten sowohl
wir als auch der Arzt der Versicherung schon am 06.02.2017 mit.
Genau wie in einem anderen Beitrag schon mal beschrieben, hat die Versicherung von da an alles mögliche getan um den Rückflug von A. zu verhindern. Immer wieder neue Unterlagen/Tests etc. bei der Klinik angefordert.
Zwischenzeitlich, als klar erkennbar war, dass die Versicherung es nicht schaffen wird oder wollte Adrian am 11.02.2017 mit uns nach hause fliegen zu lassen, haben wir nicht nur Adrians ja schon gebuchten und bezahlten Heimflug umgebucht, sondern auch unsere auf den 14.02.17 umgelegt und
unser Hotel nochmals nachgebucht. Waren innerhalb weniger Stunden gleich noch mal mehrere Hundert Euro an Kosten fällig.
Schon an diesem Wochenende haben alle 3 behandelnden Ärzte uns und der Versicherung mehrfach mitgeteilt, dass A. die Klinik in Perth Anfang
der nächsten Woche definitiv verlassen muss. Alle 3 Ärzte haben der Versicherung bestätigt, dass A. fit to fligh sei und nach Deutschland zurück fliegen kann, dass die Klinik ihn und uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne unterstützten wird und sich die Versicherung doch jetzt bitte endlich
um einen Rückflug für A. kümmern soll.
Wieder keine ehrliche, echte Reaktion der Versicherung, sondern nur die Anforderung eines weiteren Tests.
Da haben wir in Absprache mit den Ärzten auf eigene Kosten für A. einen neuen Flug gebucht, bezahlt und auch ein Krankentaxi vom Flufhafen
Ff M nach Mainz organisiert und bezahlt. PS: wir mussten übrigens für A. ein komplett neues Ticket kaufen, da uns die Versicherung am 10.02.2017
auf Nachfrage schriftlich mitteilte, wir sollten A. vorhandenes Ticket einfach verfallen lassen. Sie würden ihm einen komplett neuen Flug buchen.
HAHAHA. Wieder total verarscht. Noch mehr eigene Kosten für die wir dank dieser Versicherung aufkommen mussten. Denn ein Upgrade hätte nur
ein Bruchteil von einem neuen Buissenesticket gekostet.
Seit dem 15.02.2017 sind wir nun alle wieder in Deutschland. In den letzten 3 Wochen hat sich niemand, aber auch niemand von dieser Versicherung
auch nur einmal dafür interessiert wie es A. überhaupt gesundheitlich tatsächlich geht. Weder tel. noch schriftlich. <ADMIN: Namen entfernt> Der deutsche Reisevermittler ist informiert und wir haben die vorgelegten Kosten - immerhin ein 5stelliger Betrag- nun zur Erstattung angemeldet. Wünscht uns Glück. Wir werden
weiter berichten.
Aber lasst um Gottes willen alle die Finger von dieser Versicherung. Es kann euch in Australien leicht etwas passieren (die Klinik in Perth ist
voll mit jungen Ausländern). Sucht euch ein seriöses , dt. Unternehmen. Auch euren Eltern zu liebe.
Zuletzt geändert von Bine am 01.03.2017 - 16:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Den Namen des deutschen Reisevermittlers haben wir entfernt
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