Wenn einer Reise tut ...

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Squai
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Wenn einer Reise tut ...

Beitrag von Squai » 03.06.2007 - 16:13

-->Anm. d. Moderators: Wir haben die 6 verschiedenen Reise-Beiträge von Squai (der besseren Übersicht wegen) hier nun in einem einzigen zusammengefasst. Daher werden ab "Der Startschuss ... " die Beiträge als "Quote" dargestellt.. jedoch mit allen Antworten und den jeweiligen Angaben wann Squai welchen Beitrag online gestellt hat !

Nicht vergessen sollte man jedoch seine eigene Webseite: http://www.zauber-er-von-oz.de auf denen Squai seine Reisen noch einmal seeehr genau, ausführlich und geradezu bildhaft beschreibt. Dort kann man seine Reisen wie in einem Roman noch einmal nachlesen<---
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... dann kann er was erleben. Ein altbekannter Satz, den wir alle oft genug gehört haben. Aber bevor jemand etwas erleben kann, muss er erst einmal loszuckeln, gelle? Und das braucht so seine Zeit. Wie schon einmal, brauchte ich in letzter Zeit auch mal wieder eine Zeit der Stille – anders ausgedrückt, eine Forum-Auszeit. Und da alles in Zyklen abläuft, möchte ich diese Stille nun wieder zu brechen. Sie war auch so etwas, wie die Ruhe vor dem Sturm. Einem Sturm, der meinem Leben eine völlig neue Richtung gegeben hat und weiterhin geben wird, wie bei den Dünen und dem Wüstensand. Auch dort beeinflusst er Richtung, Form und Gestalt andauernd und intensiv.

Auf den Punkt gebracht, hat diese Zeit mich und ebenso das weitergebracht, was in mir als Wunsch, als Vision in jener magischen Sylvesternacht 2005 / 2006 wieder aus der Versenkung aufgetaucht war. Die Ursprünge und ihre langsame Weiterentwicklung habe ich ja in früheren Beiträgen bereits ausführlich beschrieben.

Aber nun es ist endlich so weit. Die heiße Phase hat sogar schon begonnen – mit allem, was dazu gehört. Und in dieser Phase habe ich meine Wohnung nicht angezündet, sondern „nur“ zum 31. Juli 2007 gekündigt. Was aber nicht bedeutet, dass ich in eine andere Wohnung und / oder Stadt umziehe, sondern in Kürze diesem Land auf unbestimmte Zeit den Rücken kehre. :lol: Und damit endlich das mache, was ich schon als kleiner Pimpf in meinen Träumen hatte machen wollen. Auch wenn ich es aus den unterschiedlichsten Gründen dann später nie verwirklichen konnte.

Und nun bin ich dabei, all das zu machen und zu tun, was halt im Vorfeld erledigt sein will. :roll: Z.B. Klärung der Visa Fragen und Beantragung, Besuche beim Zahnarzt und meiner homöopathischen Ärztin, Abschluss einer Auslands-KV, einschließlich Antrag auf Ruhe-Mitgliedschaft bei meiner Krankenkasse, beantragen einer Kreditkarte (für mich, als Verweigerer des Plastikgeldes, ein Grund zum Schmunzeln – aber wat mutt, dat mutt), Beantragung eines Internationalen Führerscheins, sowie des Jugendherbergsausweises, der VIP Mitgliedschaft (über Reisebine, versteht sich, sobald ich über die Card verfüge), der Kauf noch fehlender Ausrüstungsgegenstände, Testpacken meines Rucksacks, der Verkauf meines Autos usw. usf.

An diesem Wochenende habe ich auch endlich preisgünstige passende Räumlichkeiten gefunden, in denen ich mein Hab & Gut trocken und mäusesicher unterbringen kann – jedenfalls das, was ich bei (m)einer Rückkehr noch um mich haben möchte. Den Rest verscherbel oder verschenke ich.

Wobei diese Rückkehr nicht zwangsläufig sein muss, denn wenn mich unterwegs ein Fleckchen Erde in einer Form einlädt, der ich einfach nicht widerstehen kann – mein eigenes Südsee Atoll o.ä. :grins: – dann war's das mit Old Germany. Aber wer weiß schon, wie sich alles gestaltet?

Jetzt dürfte also klar sein, dass ich nach meiner Wohnungsauflösung in den letzten Julitagen oder in den ersten Augusttagen meinen Rucksack gepackt haben werde, mich anschließend zum Hamelner Bahnhof begebe und mit dem entsprechenden Ticket versehen, von unserer Bundesbahn zuerst einmal gemütlich Richtung Ostdeutschland, genauer Thüringen bringen lasse.

Dort will ich, bevor ich die deutschen Gefilde auf unbestimmte Zeit verlasse, noch ein wenig Vergangenheitsbewältigung betreiben, denn mein Vater stammt aus Thüringen. Und außer als Baby bin ich nie wieder dort gewesen. Aber irgendwie möchte ich auch diesen Bereich meiner Wurzeln kennen lernen, zumal mein Cousin noch dort lebt.

Na ja, ein paar andere Ecken im Ossi-Land (ist nicht böse gemeint :oops:), wie Leipzig, Dessau, Dresden, Görlitz, dem Fürst Pückler Landschaftspark usw. reizen mich natürlich auch. Und so werde ich mich langsam an der polnischen Grenze mit Bahn und Bus in Richtung Rügen bewegen, um von dort per Fähre nach Litauen und dann weiter mit den benannten Verkehrsmitteln – oder was sich sonst so anbietet – durch die beiden anderen baltischen Länder Lettland und Estland erst einmal nach Russland, genauer gesagt, St. Petersburg zu gelangen. Moskau, der Baikalsee, die Mongolei, China usw., sind dann die logische Folge. Wobei Abstecher, die mich unterwegs locken, das Ganze möglicherweise erweitern.

Wie es dann von China aus weitergeht, weiß ich im Moment noch nicht so genau. Entweder übersetzen nach Taiwan und von dort auf die Philippinen, Neu Guinea :arrow: Down Under oder Richtung Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Indonesien :arrow: Down Under.

Eine dritte Möglichkeit wäre, von China aus den Himalaja Bereich mit Tibet, Nepal – und wenn eben möglich – Bhutan und Myanmar (Birma) anzusteuern, um dann weiter durch Indien nach Sri Lanka zu gelangen. Und dann von dort aus direkt weiter nach Australien oder über Thailand, Malaysia usw. Das könnte aber auch gut der Rückweg sein, falls mich unterwegs nicht noch etwas ganz anderes lockt. Entscheidungen dieser Art werde ich erst unterwegs treffen.

Na ja, andeutungsweise habe ich das ein oder andere schon erwähnt. Verzeiht mir bitte, wenn sich da für die, die meinen „Werdegang“ verfolgt haben, etwas wiederholt. Wie ihr wisst, gelang es mir in besagter Sylvesternacht (scheinbar ohne mein Zutun) diesen alten Wunsch wieder zu beleben. Mit den unterschiedlichsten Konsequenzen und Üœberlegungen. Aus ihnen kristallisierte sich langsam aber sicher heraus, dass ich statt des Riesenhüpfers mit dem Flieger, per Bahn, Bus, Schiff – und was es sonst unterwegs noch für Möglichkeiten geben kann und wird – gaaaanz gemächlich Richtung Australien ziehen will, um dem Inselkontinent 1 Jahr lang rundherum und kreuz und quer auf die rote Pelle zu rücken. :smile:

Natürlich haben dazu auch einige Hochs und Tiefs gehört, wobei ich in letzteren – vor allem im letzten, das noch gar nicht so lange zurückliegt und von einem langanhaltenden fürchterlichen Husten bestimmt war, der die Frage aufwarf: Was ist, wenn dir das irgendwo in der Walachei passiert? – manchmal fast das Handtuch geworfen hätte. :sad: Aber eben nur fast. Und darüber bin ich froh und glücklich. :grins:

In diesem Sinne wünsche ich allen, die sich ebenfalls auf den Weg machen wollen, und natürlich auch denen, die gerade unterwegs sind oder ihn bereits hinter sich haben und / oder wieder in den Startlöchern stehen, alles Gute und eine schöne Zeit.

Squai
ilmarinen
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Beitrag von ilmarinen » 03.06.2007 - 16:50

Genial... ich möchte auch..., vielleicht werde ich auch, sicher nicht heute, aber spätestens morgen. :grins:

Du hast diesen Plan also vor 1,5 Jahren gefasst, wieviel Zeit hast du denn seitdem mit Planung verbracht?
Du hast ja in einem anderen Beitrag schon mal wegen Visumbeantragung gepostet. Du wirst mit Sicherheit einige Länder auf deiner Reise kennenlernen und nicht alle lassen Deutsche ohne Visum ein.
Nun stellt sich mir bei meinen Üœberlegungen folgendes Problem: Visa sind nur von und bis zu einem bestimmten Datum gültig, dies aber schränkt den Reisezeitraum kräftig ein und schreit geradezu nach vorzeitiger Planung, welche mir aber ein großes Maß an zeitlicher Flexibilität raubt.
Deshalb würd mich mal interessieren:
Hast du all diese Visa schon im voraus beantragt oder wirst du dies Peu Ü¡ Peu im Rahmen deines Reisens von unterwegs aus tun?

Was wohl auch immer mehr in Mode zu kommen scheint, ist, dass man nun oftmals ein weiterflugticket aus dem jeweiligen Land in ein anderes und am Ende nach Hause benötigt um überhaupt ein Visa zu bekommen. Nun betrete ich das Land aber via Land und verlasse es auf eben diesem Weg wieder (soll ja auf der Welt auch Staaten geben die keine Inseln sind... :roll: ) und dies in mehreren Staaten hintereinander.
Hast du dies bei deiner Planung berücksichtigt und wenn ja, wie gelöst?

Weiterhin würd mich mal interessieren, wie du das mit Impfungen, Versicherungen, etc machen wirst, die oft ja nur ein Jahr Gültigkeit besitzen. Gar nicht impfen, unterwegs impfen?

Und, ja ich wage diese Frage zu stellen, auch wenn sie verpönt ist:
Die gute alte Frage nach der lieben, tollen Knete ohne die nichts rollt:
Alles angespart (würdest du mir sagen mit wieviel du starten wirst?) oder wirst du dir unterwegs Arbeit suchen?

Falls du noch ein paar gute Ratschläge zur Vorbereitung hast, wie links oder Bücher, wär ich dir sehr dankbar.

Jetzt erschlage ich dich noch mit Fragen, bevor du losfährst, vielleicht hast du ja sogar Zeit die eine oder andere noch davon zu beantworten :wink:

Ansonsten wünsch ich dir ganz viel Spaß auf deiner Reise, die Bildung kommt dann doch ganz von alleine (zumindest wenn man mit offenen Augen unterwegs ist...)
Sabsy
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Beitrag von Sabsy » 03.06.2007 - 17:41

Hallo Squai,

wow, da hat sich ja ganz schön was getan bei Dir in der letzen Zeit! Ich wünsche Dir eine aufregende Zeit und das Fleckchen Erde, auf dem Du für immer bleiben möchtest (und wer weiß, vielleicht ist es ja Hameln - wie heißt es so schön oder so ähnlich: Manchmal muss man von Orten fortgehen, um sie (wieder) zu finden)

Machs gut und pass auf Dich auf - und vor allem schreib Deine Erlebnisse auf!

Sabsy
August 2007-Januar 2008 bei den Aussis und Kiwis!
http://www.getjealous.com/Sabsy
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Beitrag von Annegret » 03.06.2007 - 18:32

Kann mich Sabsy nur anschließen.
Hatte deine letzten Posts schon aufgeregt verfolgt und mich zwischendurch gefragt, wie es denn nun mit deiner Reiseplanung steht.

Hab in deiner Signatur gesehen (und auch schon kurz draufgeklickt :wink: ), dass du nun auch einen Blog hast. Hoffe, dass der dann auch bald mit tollen Reiseerlebnissen gefüllt wird.

Viele Grüße
Annegret
EVI85
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Beitrag von EVI85 » 03.06.2007 - 18:55

Hi.
Oh man, es ist soweit=) Dein erster Eintrag ist ja doch schon n Weilchen her...manmanman....naja ich bin ja auch schon wieder zurückgekehrt und seit über 2 Monaten schon wieder Zuhause.

Ich wünsch dir viel viel Erfolg, Spass, Gesundheit!!! Ich hoffe, du sammelst die tollsten Erlebnisse!!!

Und du musst dich unbedingt melden, kurz bevor du Dtl ganz verlässt(Gefühle,etc.) und natürlich, wenn du in Russland, China oder sonst wo angekommen bist!!!!!

Machs gut und vegiss uns Zuhause gebliebenen nicht=)

Lg Evi
Nach 7 Monaten Australienaufenthalt wieder Zuhause ...=(..........im Westen war s am Schönsten!!!!!!!
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Beitrag von catchat » 04.06.2007 - 17:04

hallo squai - ich konnte mir ein paar kleine tränen nicht verkneifen. und auch du wirst auf deiner reise durch die welt und zu dir selbst mal öfter tränen fließen lassen: das ist gut! es wird abschiede geben, die dich traurig machen und trotzdem wirst du wissen, dass du weiter musst. solange, bis du bei dir angekommen bist. das wirst du merken.
ich freue mich für dich und diese tränen für dich, squai, sind glückstränen. du lebst dich selbst, das ist das beste, was du tun kannst.
du läßt dich von gesellschaftlcihen zwängen nicht mehr an die wand drücken und gerade heir im forum hört man so oft: "wenn ich das jetzt nicht mache, kann ich es nie mehr..."
das ist quatsch, du und ich und wir alten semester wissen das. und mit dem beginn deines weges hoffe ich für viele, dass sie sich von dieser "später nie mehr"-einstellung verabschieden werden, und sie selber bleiben.
"nie" ist ein verdammt langer zeitraum und grenzen setzt man nur sich selbst.
ich wünsche dir alles glück, wobei ich weiss, dass ich das gar nicht wünschen muß, das hast du sowieso, sofern du auf dein inneres hörst.
bleib meistens gesund, werde selten zeuge von leid und oft gast bei netten menschen. freue dich über die sonne, aber auch die regentage. nutze sie zum ausspannen, zurücklehnen und kraft sammeln für die nächsten sonnentage - die kommen nämlich. unweigerlich.
genieße ruhe, lerne dich in kulturen fallen zu lassen, versuche dich in unvermeidliches zu schicken (ich sage nur: zöllner russland, china.....), lächle, sei selbstsicher.
nur jemand, der sich zum opfer macht, ist auch eines - du wirst das nicht sein. genieße die menshcne auf deinem weg und sei dir sicher: jedes augenzwinkern von dir gibt auch den begegnungen licht und lachen.

squai und vor allem: HALT UNS AUF DEM LAUFENDEN!!!!!
liebe grüsse
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Beitrag von Squai » 07.06.2007 - 21:31

Zuerst einmal mein Dankeschön für Eure Reaktion auf meine Ankündigung. Irgendwie bewegt mich, was Ihr da schreibt. Aber wahrscheinlich ist es Euch ebenso ergangen, als es endlich, endlich so weit war und es im Forum kundgetan habt.
Aber selbst wenn es jetzt so weit ist, die Zeit sich bereits in Tagen bemessen lässt, möchte ich doch auf die Fragen eingehen – die mich übrigens nicht erschlagen haben – auch wenn es eine Weile mit meiner Antwort gedauert hat. Hoffentlich erschlagen sie Dich / Euch nicht. Ihr kennt das ja bereits, dass ich einfach keinen Dreizeiler hinkriege. :roll:

Ilmarinen schrieb:
Du hast diesen Plan also vor 1,5 Jahren gefasst, wieviel Zeit hast du denn seitdem mit Planung verbracht?

Mein Eindruck ist eher, dass nicht ich diesen Plan gefasst habe, sondern er mich. Denn das alles kam ja zum damaligen Silvester-Zeitpunkt über mich, wie die „Wilde Jagd“. Und es hat mich dermaßen elektrisiert, dass ich mich auf allen Ebenen nur noch damit befassen konnte. Denn irgendwie hatte ich doch aus den üblichen Gründen, wie sie auch hier im Forum immer wieder zu hören, bzw. lesen sind – zu alt, zu wenig Bares usw. usf. – das Thema für mich abgeschrieben.

Und so weiß ich nicht recht, ob ich das, was ich die ganze Zeit getan habe, Planung nennen würde. Denn ich habe es einfach „nur“ reifen lassen, nachdem klar war, dass ich meinen Traum leben wollte. Das mag sich seltsam anhören, in einer Gesellschaft, die jedes noch so kleine Detail von vorne bis hinten durchgeplant haben will, die diese Art Dinge sich gestalten zu lassen, weder kennt, noch gutheißt und sie in aller Regel ablehnt. Aber ich war schon immer jemand, der die Dinge gerne auf sich zu kommen lässt und so entspricht es wohl auch meinem Naturell.

Und so habe ich meine Vision anfangs auch nur mit einigen wenigen, mir eng verbundenen Menschen geteilt (zuerst mit meiner besten Freundin und dann mit meinem jüngsten Sohn, der so etwas ähnliches in umgekehrter Reihenfolge bereits hinter sich gebracht hat).

Ich habe hier im Reisebineforum nach Informationen / Antworten gesucht und sie reichlich gefunden / bekommen über und auf fast alles, was mir so einfiel. Teilweise kam ich mir mit meinen Fragen ganz schön unterbelichtet vor. Und ich habe gelesen, gelesen und gelesen, was mir vor die Augen kam, insbesondere hier im Forum. Und dabei habe ich ziemlich schnell erkannt, dass ich meine Reise anders angehen möchte, ja muss, als die meisten hier es tun, bzw. getan haben. Wobei das nicht negativ gemeint ist. Zumal es ein paar Menschen hier im Forum gibt, die mich sehr ermutigt / angeregt / inspiriert haben (in dieser Reihenfolge), bei denen es mein Eindruck war, dass auch sie eher anders zu reisen pflegen. Aber jeder hat nun mal eine andere Herangehensweise, und jeder darf bitteschön auch seine finden.

Und da ich anfangs erst einmal fast nur auf Australien abonniert war, habe ich mir ganz schnell eine Karte dieses Kontinents gekauft und bin auf ihr mit meinen Augen + Fingern gereist. Es schien schon alles ganz klar zu sein – an welcher Stelle ich den Kontinent betreten wollte, wie ich von dort aus weiterziehen wollte usw. usf., als es sich dann plötzlich auszuweiten begann. Dann habe ich immer wieder meinen Atlas gewälzt und mir die Städte, Länder, Inseln angeschaut, die auf einer möglichen Route liegen könnten und versucht zu spüren, was mich da anlacht oder „auslacht“. Will heißen, dass etwas in mir sagt, dahin will ich und dorthin nicht. Wie z.B. durch Polen oder Weißrussland zu reisen, da klemmte alles, es fühlte sich besch ... an. So hat sich langsam aber sicher meine jetzige, halbwegs klare Route gestaltet, wenn auch erst einmal „nur“ bis China.

Klingt das jetzt zu abgehoben?

Meine Route gibt es also nicht in einer ausgefeilten oder ausgearbeiteten Form. Sie kann, darf und soll sich unterwegs völlig flexibel gestalten. Sie ist nur soweit festgelegt, dass ich z.B. nach Litauen, Lettland und Estland will, nach Russland und dort und überhaupt zu den Stellen und Orten, die mich locken, in die Mongolei oder wohin auch immer. Jeweils vor Ort wird es wiederum Impulse geben – die ich entweder spüre oder von außen bekomme – denen ich dann folge. Frei nach dem Motto: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“. Natürlich nur soweit, wie die Bestimmungen des Landes und die Dauer meines Visums da mitspielen. Und da sind wir schon bei Deinen Fragen.
Du wirst mit Sicherheit einige Länder auf deiner Reise kennenlernen und nicht alle lassen Deutsche ohne Visum ein.

Bis auf die 3 baltischen Staaten – die ja inzwischen EU Länder sind – werde ich für alle Folgeländer eins brauchen. Und u.U. sogar auch dafür, weil ich im Text der russischen Botschaft etwas entdeckt habe, was ich noch näher abklären muss. Es scheint da so eine Art Kombi-Visum zu geben, dass für die Einreise nach Russland erforderlich ist, wenn man aus einem dieser 3 Länder einreisen will.
Nun stellt sich mir bei meinen Üœberlegungen folgendes Problem: Visa sind nur von und bis zu einem bestimmten Datum gültig, dies aber schränkt den Reisezeitraum kräftig ein und schreit geradezu nach vorzeitiger Planung, welche mir aber ein großes Maß an zeitlicher Flexibilität raubt. Deshalb würd mich mal interessieren: Hast du all diese Visa schon im voraus beantragt oder wirst du dies Peu Ü¡ Peu im Rahmen deines Reisens von unterwegs aus tun?

Ich habe mir dazu zwar schon einiges im Internet angeschaut, will die Dinge aber in den nächsten Tagen noch bei den einzelnen Botschaften klären. Was die Gültigkeitsdauer angeht, möchte ich – falls möglich – immer jeweils die längstmögliche Aufenthaltsdauer beantragen, um eben nicht in Zeitstress zu geraten oder unflexibel zu sein, wenn es um spontane Abstecher o.ä. geht. Entnommen habe ich diesen Tipp dem Buch „Abgefahren“. Es ist wirklich die abgefahrenste, die faszinierende Geschichte eines Paares, dass in 10 Monaten mit dem Motorrad nach Indien und retour wollte und dann 16 Jahre unterwegs war. Das klang für mich so einleuchtend, dass ich es gleich in meine Üœberlegungen einbezogen habe.

Noch weiß ich nicht, wie viele Visa ich im Voraus beantragen kann, das wird sich noch rausstellen. Ansonsten werde ich sie nach und nach in den einzelnen Ländern beantragen müssen und weiß schon heute, dass es manchmal etwas zeitraubend sein kann, vor allem, wenn man sich dem Bakschish-Wunsch der Grenzbeamten nicht beugen möchte. Mein Sohnemann erzählte, dass sie manchmal 3 Wochen gewartet haben, bis sie das begehrte Teil dann endlich hatten. Und da ich ja nun wirklich nicht unter Zeitdruck stehe, werde ich dem genauso gelassen entgegen sehen.
Was wohl auch immer mehr in Mode zu kommen scheint, ist, dass man nun oftmals ein weiterflugticket aus dem jeweiligen Land in ein anderes und am Ende nach Hause benötigt um überhaupt ein Visa zu bekommen. Nun betrete ich das Land aber via Land und verlasse es auf eben diesem Weg wieder (soll ja auf der Welt auch Staaten geben die keine Inseln sind... ) und dies in mehreren Staaten hintereinander.
Hast du dies bei deiner Planung berücksichtigt und wenn ja, wie gelöst?

Ja, gehört habe ich davon schon, es hat mich allerdings nicht weiter tangiert, weil ich a) einfach nicht nachvollziehen kann, wie ein Üœber-Land-Reisender als Flugreisender eingestuft werden kann, und weil ich einige Globetrotter (bisher nur im Internet) getroffen habe – Leute, die in alle Ecken der Welt reisen, nicht nur nach DU und teilweise ebenfalls nicht fliegen – die in den letzten Tagen, Wochen und Monaten losgezogen sind oder es demnächst tun. Und niemand von ihnen hat von dieser Praxis ein Sterbenswörtchen erzählt. Ich werde aber um den 23./24. Juni zum Globetrotter Treffen des DZG fahren, um solche Menschen mal persönlich zu treffen. Diese Frage nehme ich mal mit und wenn irgendetwas dran ist, melde ich mich.
Weiterhin würd mich mal interessieren, wie du das mit Impfungen, Versicherungen, etc machen wirst, die oft ja nur ein Jahr Gültigkeit besitzen. Gar nicht impfen, unterwegs impfen?

Da stellst Du eine Frage, insbes. bzgl. der Impfung, die hier im Forum gerne und immer wieder für helle Aufregung sorgt – ich habe an anderer Stelle dazu schon mal etwas gesagt, denn ich selber habe eine diametrale Einstellung dazu. Und so wird meine Antwort vielleicht auch für Turbulenzen sorgen.

ICH LASSE MICH NÄMLICH GAR NICHT IMPFEN, weil ich meinem Körper diese Hammermittel unserer Pharmaindustrie einfach nicht zumuten will. ABER – auch dazu habe bereits etwas gesagt – ich habe meine homöopathische Reiseapotheke und ein wenig spezielle Literatur von einem indischen Arzt (die Inder sind wahre Meister auf diesem Gebiet) im Gepäck, und damit bin ich bestens gerüstet. Mal abgesehen davon, dass ich das bereits zweimal im Senegal ausprobiert habe, kenne ich Leute, die beruflich von heute auf morgen in weiß Gott schlimme Ecken – Krankheiten betreffend – reisen müssen und es seit Jahren nur so tun.

Und was die Versicherungen angeht, blieb nur eine übrig, die ich abschließen werde. Und das ist die Auslandskrankenversicherung. Aber das bin ich, der das macht. Mir ist sehr bewusst, dass Leben Risiko heißt und daher muss ich mich nicht gegen alles und jedes absichern. Aber das muss für niemanden sonst gelten. Auch dazu kann meine Meinung an anderer Stelle nachgelesen werden.
Und, ja ich wage diese Frage zu stellen, auch wenn sie verpönt ist: Die gute alte Frage nach der lieben, tollen Knete ohne die nichts rollt: Alles angespart (würdest du mir sagen mit wieviel du starten wirst?) oder wirst du dir unterwegs Arbeit suchen?

Üœber Geld spricht man in Deutschland nicht – ein geflügelter Satz, an den sich viele halten, obwohl es hier im Forum reichlich Beiträge gibt, in denen dieser Satz keine Geltung gehabt zu haben scheint. Und auch ich habe damit kein Problem, auch wenn meine Situation anders gelagert sein dürfte, als die der meisten hier bei Reisebine.

Ich befinde mich seit Juni letzten Jahres im sogen. vorgezogenen Altersruhestand, bekomme also eine Rente, von der ich hoffe, dass sie unterwegs ausreicht, um meine Bedürfnisse zu decken. Danach habe ich – den Zwangsbeitrag der Krankenkasse abgezogen, den sie ohne weitere Leistung nur dafür haben will, dass sie mich gnädig bei meiner Rückkehr wieder in ihre Reihen aufnimmt – knapp 800 Euro zur Verfügung.

Sparen war nicht drin, weil sich meine berufliche und private Lebenssituation in den letzten Jahren so radikal veränderte, dass es manchmal nur noch ums reine Üœberleben ging. Zeitweise sah es so aus, als wenn dieser Punkt dafür hätte sorgen können, dass sich mein Traum doch nicht verwirklichen lassen würde, weil es einfach nicht reichte, um irgendwelche Dinge zu kaufen, zu beantragen, die ich für die Reise brauche.

So war es dann schon fast eine Fügung – ein gutes Omen – dass ich im März diesen Jahres endlich einen Mini Job fand, durch den ich die zusätzlich benötigten Taler beschaffen konnte und kann. Denn ich übe ihn bis zum letzt möglichen Tag aus. Außerdem werde ich – da ich ja meine Wohnung zu einem Teil auflöse – wahrscheinlich noch das ein oder andere verkaufen und so zusätzlich noch etwas in die Reisekasse bekommen.

Aber wenn ich die Aufstellungen im Forum über den Mindestbetrag sehe und ihn einfach so akzeptieren würde, ohne ihn speziell auf mich „umzumünzen“, fehlten mir danach rund 200 Euro. Was mich aber nicht im Geringsten beunruhigt. Ich gedenke nämlich, sie u.a. durch Arbeit gegen Kost und Logis auszugleichen. Jedenfalls da, wo es möglich ist. Und da ich über einige Fertigkeiten verfüge, die sich u.U. unterwegs in irgendeiner Form gewinnbringend vermarkten lassen, wird es sich gestalten. Ich habe da ein ziemlich großes Vertrauen. Und wenn nicht – was ich für sehr unwahrscheinlich halte – kann ich jederzeit kehrt machen, ich brauche kein teures Flugticket, sondern nur eine preiswerte Fahrkarte.
Falls du noch ein paar gute Ratschläge zur Vorbereitung hast, wie links oder Bücher, wär ich dir sehr dankbar.

(M)eine Empfehlung zur Vorbereitung einer Reise oder auch eines jeden anderen größeren Vorhabens, kann nur eine sein, weil das etwas ist, was ich fast grundsätzlich mache: Informationen sammeln und dann in mich hineinspüren, was mich anlacht. Anders ausgedrückt – höre auf Deinen Bauch, besser noch auf Dein Herz. Diese Institutionen können Dir sehr gut sagen (nach ein wenig Üœbung zumindest) was wichtig für Dich ist, was Du wirklich möchtest. Und das weitaus besser, als das der Kopf vermag. Was allerdings nicht heißt, den Verstand auszuschalten – beides zu kombinieren kann optimal sein. :wink:

Das Buch, das ich für eines der empfehlenswertesten Bücher halte und das mir am meisten geholfen hat, ist das „Selbstreise-Handbuch“ aus dem Peter Meyer Verlag. Ich weiß nicht, ob man es im Buchladen bekommt, ich habe es über die Homepage vom DZG (Deutsche Zentrale für Globetrotter) bezogen http://www.globetrotter.org

Es ist eine Sammlung von Tipps, die von Travellern zusammengetragen wurden, mit vielen Links und Adressen, das ganz sicher auch mit auf meine Reise geht.

Was Links angeht, zu welchen Themen suchst Du Informationen? Ich habe mich in der letzten Zeit weniger auf Seiten rumgetrieben, die etwas über DU zu sagen hatten, dafür aber auf allen möglichen, die sich mit Russland usw. beschäftigen.

So, und nun sonnige Grüße aus der Rattenfängerstadt

Squai
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Beitrag von Chacco » 07.06.2007 - 22:03

ilmarinen hat geschrieben: Was wohl auch immer mehr in Mode zu kommen scheint, ist, dass man nun oftmals ein weiterflugticket aus dem jeweiligen Land in ein anderes und am Ende nach Hause benötigt um überhaupt ein Visa zu bekommen.
Es ist z.B. in Thailand so, dass du das Land ohne Visum* nur betreten darfst, wenn du ein Rück- oder Weiterflug-Ticket nachweisen kannst. Auch ein gültiges Zugticket dürfte in einigen Fällen reichen.
Mit gültigem Touristenvisum wird allerdings nicht danach gefragt.

*Als Deutscher kriegt man bei Ankunft in Thailand eine begrenzte Aufenthaltserlaubnis von 30 Tagen, die fälschlicherweise oft als Visa on arrival bezeichnet wird, es ist aber kein Visum!
Ähnlich mag es auch in einigen anderen Ländern sein.
pushbike

Beitrag von pushbike » 08.06.2007 - 08:43

Squai hat geschrieben:Entnommen habe ich diesen Tipp dem Buch „Abgefahren“. Es ist wirklich die abgefahrenste, die faszinierende Geschichte eines Paares, dass in 10 Monaten mit dem Motorrad nach Indien und retour wollte und dann 16 Jahre unterwegs war.
Hi squai,
da gibts nen riesengroßen Unterschied. Mit Motorrad sind die bürokratischen Hindernisse um einiges höher als mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Squai hat geschrieben:Ansonsten werde ich sie nach und nach in den einzelnen Ländern beantragen müssen und weiß schon heute, dass es manchmal etwas zeitraubend sein kann, vor allem, wenn man sich dem Bakschish-Wunsch der Grenzbeamten nicht beugen möchte.
Hab ich nie machen müssen mit dem Bakschisch (warum auch immer, hab mich immer an die offiziellen Vorschriften gehalten). Das macht es schwerer, Extragebühren zu fordern.
Squai hat geschrieben:Ich werde aber um den 23./24. Juni zum Globetrotter Treffen des DZG fahren, um solche Menschen mal persönlich zu treffen. Diese Frage nehme ich mal mit und wenn irgendetwas dran ist, melde ich mich.
War mittlerweile 2mal in Hachenburg. Dort sind v. a. Wohnmobilfahrer, Geländewagenfahrer und ein paar Motorradfahrer vertreten. Backpacker so gut wie nicht.
Squai hat geschrieben:ICH LASSE MICH NÄMLICH GAR NICHT IMPFEN, weil ich meinem Körper diese Hammermittel unserer Pharmaindustrie einfach nicht zumuten will. ABER – auch dazu habe bereits etwas gesagt – ich habe meine homöopathische Reiseapotheke und ein wenig spezielle Literatur von einem indischen Arzt (die Inder sind wahre Meister auf diesem Gebiet) im Gepäck, und damit bin ich bestens gerüstet. Mal abgesehen davon, dass ich das bereits zweimal im Senegal ausprobiert habe, kenne ich Leute, die beruflich von heute auf morgen in weiß Gott schlimme Ecken – Krankheiten betreffend – reisen müssen und es seit Jahren nur so tun.
Das würd ich mir noch mal schwer überlegen. Homoöpathie wirkt bei entsprechenden Krankheiten eher weniger. Du mußt dich halt entsprechend verhalten, Moskitonetz schleppen etc. Ein Stand-by-Mittel (z.B. Malarone) ist aber nie schlecht. Schon mal überlegt, wenn Du 1 Woche vom nächsten Arzt weg bist?
Squai hat geschrieben:Und was die Versicherungen angeht, blieb nur eine übrig, die ich abschließen werde. Und das ist die Auslandskrankenversicherung.
Wenn Du keine Impfungen brauchst, warum dann ne AKV?? Konsequenterweise wär die auch überflüssig.
Squai hat geschrieben:Ich befinde mich seit Juni letzten Jahres im sogen. vorgezogenen Altersruhestand, bekomme also eine Rente, von der ich hoffe, dass sie unterwegs ausreicht, um meine Bedürfnisse zu decken. Danach habe ich – den Zwangsbeitrag der Krankenkasse abgezogen, den sie ohne weitere Leistung nur dafür haben will, dass sie mich gnädig bei meiner Rückkehr wieder in ihre Reihen aufnimmt – knapp 800 Euro zur Verfügung.
Dürfte eigentlich locker reichen.
Squai hat geschrieben:Das Buch, das ich für eines der empfehlenswertesten Bücher halte und das mir am meisten geholfen hat, ist das „Selbstreise-Handbuch“ aus dem Peter Meyer Verlag. Ich weiß nicht, ob man es im Buchladen bekommt, ich habe es über die Homepage vom DZG (Deutsche Zentrale für Globetrotter) bezogen http://www.globetrotter.org Es ist eine Sammlung von Tipps, die von Travellern zusammengetragen wurden, mit vielen Links und Adressen, das ganz sicher auch mit auf meine Reise geht.
Kenn das Buch auch. Mir hat es aber so gut wie nix geholfen. Ist mir zu allgemein. Das betrifft sowohl Band 1 als auch Band 2. Im Buchhandel ist es übrigens auch erhältlich.

Gruß
Jean-Luc
Reisebine-Autor/in
Beiträge: 1754
Registriert: 19.09.2002 - 10:39
Wohnort: Hauptstadt

Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:36

Squai hat geschrieben: Der Startschuss ...
Verfasst am: 16.08.2007

... ist nun mit einiger Verspätung erfolgt. Und zwar gleichermaßen in der Realität. als auch hier im Forum :eek: :grins: Wobei ich versucht habe, einen geeigneteren Platz für meinen Eintrag zu finden, als unter Reisevorbereitungen. Aber dort dürfen nur Moderatoren.

Am Mi. 1. August entführte mich also nun mein Zug endlich um 11:36 Uhr von Hannover nach Leipzig, meinem ersten Stopover. Noch total gestresst von den letzten Tagen meiner Haushaltsauflösung. Ich hatte keine Ahnung – obwohl ich in meinem Leben schon reichlich umgezogen bin – was es heißt, einen 70 m² Haushalt fein säuberlich sowohl unverpackt, als auch in Kartons sortiert von A, meinem Domizil der letzten Jahre, nach B, der Unterstellmöglichkeit meines übrig gebliebenen Besitzes für die nächsten Jahre zu karren.

Puuuuhhh :roll:, es wollte und wollte (scheinbar) kein Ende nehmen. Und außerdem blieben noch reichlich zu erledigende Dinge auf der Strecke, die es dann in den ersten Tagen meiner Reise zu erledigen galt. Ehrlich gesagt, hatte ich mir den Beginn meines Abenteuers etwas anders – ja, relaxter vorgestellt.

Auch mein ganzer Ehrgeiz, die im Forum als Schallgrenze genannten 12 Kilo Reisegepäck zu unterbieten, blieb auf der Strecke, weil es zum Schluss einfach keine Zeit mehr zum Probepacken gab. Und so bin ich dann genauso losgetapert, wie ich es nicht wollte – den zu gut gefüllten, ja überfüllten Rucksack auf dem Rücken, den ebenfalls prallen Daypack vor der Brust und noch eine Tasche in der Hand und den Reisebine Button vor die Stirn gebappt. Im ersten Moment zum Piepen – nicht der Button – sondern derjenige, der da auszog, um die Welt kennen zu lernen. Obwohl sich das inzwischen gelegt hat, weil ich a) noch jede Menge genauso ausgestatteter Backpacker hier in Leipzig gesehen und b) bereits damit begonnen habe, erste Dinge gnadenlos aus meinem Bestand zu entfernen und an meinen Bruder zu schicken. Auch wenn ich damit meinem Wunschgewicht noch nicht wirlich nahe gekommen bin. :roll: Ich bin mal gespannt, auf was ich alles noch verzichten kann und vor allem, wie es so weitergehen mag.

Zwei interessante „Zeichen“ oder Hinweise diesbezüglich gab es bereits. Denn schon in der ersten Nacht passierte etwas, von dem ich zwar gelesen, aber angenommen hatte, dass es erst später, zumindest außerhalb Deutschlands eintreten würde. In mein Vierer-Hochbett-Zimmer wurde eine junge Inderin einquartiert. Sie hatte sich sogar das Bett über mir ausgesucht, und als wir dann miteinander über das Woher / Wohin plauderten, kam natürlich zur Sprache, dass ich ihrem Heimatland auch meine Aufwartung machen will. Tja, und das zweite Zeichen war ein australisches Pärchen, dass ebenfalls mein Zimmer mit mir teilte. Die beiden sind schon eine ziemliche Weile unterwegs (seit Februar), wollen noch bis ca. Juli 2008 durch den Rest Europas ziehen und haben einen Teil meines Wunsch-Weges – auch durch Indien – schon hinter sich. Was will ich also mehr, zumal sie sich als Kontaktadresse in Sydney angeboten haben. We will see, da es von den Aussies ja heißt, dass solche Aussagen recht unverbindlich gemacht werden.

Und diese Gemischt-Belegung des jeweiligen Zimmers - auch hier in Dresden, wo ich inzwischen gelandet bin - ist beibehalten worden. Es gab noch keine Nacht, die ich nur mit Männern verbracht hätte. :wink:

Aber eins möchte ich auch noch los werden, weil es mir gerade jetzt in diesen ersten Tagen erst so richtig bewusst wurde und immer wieder wird: Es ist schon keine kleine Herausforderung, was ich mir mit meiner Reise-Idee da angelacht habe. Und dabei befinde ich mich ja immer noch in Deutschland. Nichts ist mehr so, wie noch vor ein paar Tagen, all die kleinen Selbstverständlich- und Annehmlichkeiten, die die eigenen vier Wände nun mal boten, gibt es nicht mehr. :shock: Manoman, das machte mir – zusammen mit den Dingen, die es von hier aus noch zu erledigen galt, doch mehr zu schaffen, als zuvor gedacht.

Aber so langsam wird es. Und hin und wieder stellte sich dann doch das erste Gefühl dafür ein, wie es demnächst hoffentlich durchgängig sein dürfte. Gib mir mehr davon ...

Tja, und am Montag, den 13. August, werde ich meine Zelte auch hier in Dresden schon wieder abbrechen, um in Saalfeld meinem Cousin auf die Bude zurücken. Ich denke, dass ich sein Gästezimmer zu schätzen weiß, denn es wird dann immerhin für 4 ganze Tage ein kleines Reich für mich ganz alleine sein. Hoffentlich kann ich dann überhaupt noch weiter nach Rügen, zur Fähre in Richtung Litauen ziehen :wink:

In diesem Sinne

LG Squai
Zuletzt geändert von Jean-Luc am 11.02.2011 - 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:37

Sabsy hat geschrieben:Hallo Squai!

Wow, jetzt bist Du also unterwegs... und tust Deine Reise ;-) Ich habe auch mit Freude festgestellt, dass Du Deinen Weg per Website dokumentierst- bin total gespannt, wie sich/Du das so entwickelt. Halte uns auf dem Laufenden! Wünsche Dir alles Gute und das tollste Abenteuer Deines Lebens :razz:

LG!
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:38

catchat hat geschrieben:squai - fühl dich von mir umarmt. ich wünsche dir eine wunderbare reise. genieße die annehmlichkeiten, wenn du sie bekommst, auch ein backpacker hat mal ne pause verdient, auch wenn sie nur ein paar tage dauert.
ich bin gespannt, wann du das erste mal hier schreibst, dass du wieder ins hostel WOLLTEST.
und glaube mir: das wird passieren. denn die kontakte, die du da knüpfen wirst, machen die reise aus und werden sie vielfach verbiegen, laß das ruhig geschehen!

alles gute, ich freue mich für dich und auf deine gedanken, die du hier und auf deiner website uns hoffentlich oft mitteilen wirst!
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:38

camelli hat geschrieben:Hi,
ich wünsche dir ein wunderschöne Reise und hoffe, dass sie genauso verläuft wie du dir das vorstellst. :smile:

Mir ist grad eingefallen, dass ich dir noch gar nicht auf deine Mail geantwortet habe :oops: :oops: - sorry, das hol ich noch nach.
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:39

Kathrin E hat geschrieben:Hi Squai,

Du bist auf dem Weg - klasse! Ich wünsche Dir

- Üœberraschungen
- viele interessante Begegnungen mit anderen und mit Dir selbst
- Gesundheit und körperliche Unversehrtheit
- immer einen Platz für die Nacht
- viel Kraft, Hartnäckigkeit, Geduld, Energie - je nachdem, was Du gerade brauchst, um auch eventuelle Hindernisse zu bewältigen
- stets den Mut, weiter zu gehen
- Offenheit für das, was Dir begegnet
- viele tolle Erlebnisse

also, kurz gesagt: Gute Reise!!!!

Kathrin
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:39

Squai hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,

ich danke Euch für Eure Zeilen. Natürlich werde ich mich immer mal wieder melden - so wie ich dazu Gelegenheit habe, ins Internet kann usw. Heute geht meine kleine Auszeit bei meinem Cousin zu Ende und morgen früh werde ich erneut mit einem Zug meine Weiterfahrt nach Görlitz angehen. Dort wird es dann zwar kein Hostel sein - gibt wohl keins dort - sondern die Jugendherberge. Aber soooo viel anders wird die wohl auch nicht sein.

Ich sitze momentan in Saalfeld in einer Spielothek, die WLAN anbietet, und so nutze ich die Gunst der Stunde, ein paar Mails abzusetzen, zu lesen, diesen kurzen Bericht zu schreiben usw. Und gleich hole ich mir meine Fahrkarte, lasse mir die Abfahrzeiten geben und dann werde ich den Rest des Tages zusammen mit meinem Cousin + seiner Frau verbringen. Es ist schon ein interessantes Erlebnis, ein Familienmitglied zu treffen, dass ich in meinem Leben bisher nur zwei Mal getroffen habe und dessen Frau ich noch gar nicht kannte.

Eine schöne Zeit auch für Euch.

LG Squai
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:40

Squai hat geschrieben: Verfasst am: 17.09.2007
Startschuss 2 ...

Eigentlich sind es ja seit dem ersten bereits schon diverse Startschüsse, wenn ich davon ausgehe, dass jeder Schritt in die nächste Stadt oder das nächste Land einen weiteren erfordert hat.

Nr. 1 = Hameln / Hannover – Leipzig, Nr. 2 – Dresden, Nr. 3 – Saalfeld (Thüringen), Nr. 4 – Görlitz, Nr. 5 – Greifswald, Nr. 6 – Saßnitz-Murkau auf Rügen, incl. Fähre nach Klaipeda / Litauen, Nr. 7 – Vilnius, Nr. 8 – Siauliai, Nr. 9 – Riga / Lettland, Nr. 10 – Tallinn / Estland, Nr. 11 – Narva / Grenzübergang nach Russland.

Und nun bin ich heute, am So. 16.09. den 47-sten Tag unterwegs und kann es manchmal selber kaum glauben. Dabei war es weiß Gott nicht immer leicht / einfach. :???: Und mehr als einmal hätte ich beinahe den Rückwärtsgang eingelegt und wäre nach Haus gefahren, obwohl das ja in der alten und gewohnten Form nicht mehr existierte. Aber ich bin weitergezogen, Stück für Stück. :grins: Und nun stehe ich vor einem weiteren, gefühlsmäßig nicht ganz kleinen Schritt, dem Schritt nach Russland, in die Stadt der, oder des Zaren, St. Petersburg.

Russland scheint – wenn es um bestimmte Dinge geht – ein Image zu haben, das nicht von Pappe ist. Und was ich mir hier in Tallinn – sowohl von Einheimischen, als auch von Backpackern alles habe anhören müssen, könnte meinen Entschluss, dorthin zu wollen, fast wieder ins Wanken bringen. Aber geredet wird nun mal viel und parallel zu den Unkereien gibt es auch die anderen Stimmen, die einfach nur schwärmen. Und ich bemühe mich gerade darum, in dieses Lager zu wechseln, auch wenn ich noch nicht dar war, bzw. bin.

Viele schöne Dinge – wie auch gegenteilige – sind mir begegnet / habe ich gesehen. Kleine bezaubernde Geschichten passierten. Neue Erfahrungen waren fällig, alte Muster forderten ihr Recht und hatten dennoch keine Chance, in dieser neuen Lebensweise ihren Platz behaupten zu können. Städte und Menschen haben mich begeistert oder waren – wie meistens erst im Nachhinein deutlich wurde – irgendwie nicht meine Städte, wie Dresden oder Riga z.B. :roll: Beides Orte, von denen die diejenigen, die schon dort waren, meistens voller Begeisterung erzählen. Ich habe mich in beiden Städten gleichermaßen nicht sonderlich wohl gefühlt und war froh, wenn der Abflug anstand.

All das habe ich ausführlich in epischer Breite – wie gehabt – auf meiner Homepage ausgemalt. Wer also gerade Lust auf ein Tässchen Kaffee / Cappuccino / Tee hat, ist herzlich eingeladen, sich zu mir auf eine virtuelle Bank in einer oder aller „meiner“ Städte zu setzen und mir auf meiner Reise zu folgen. :smile:

LG Squai
Zuletzt geändert von Jean-Luc am 11.02.2011 - 23:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:41

krohsax hat geschrieben:Zu deinem Dresden-Bericht mal eine kleine Aufklärung: deine Moschee=genannt Yenidze= ehemalige Zigarettenfabrik, nie Moschee gewesen. Minarett= Fabrikschornstein, da damals Bauvorschriften verboten, Industrieanlagen mit hohem Schornstein zu errichten.
Schade, dass es dir in DD nicht gefallen hat - aber da braucht mal wohl etwas mehr Zeit und sollte sich weder von der überladenen Altstadt als auch von der lärmigen Neustadt zu sehr umfangen lassen. :-) Oder war es wirklich die in der Tat bedrückende Geschichte?
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:41

Mari hat geschrieben:
Squai hat geschrieben:
Russland scheint – wenn es um bestimmte Dinge geht – ein Image zu haben, das nicht von Pappe ist. Und was ich mir hier in Tallinn – sowohl von Einheimischen, als auch von Backpackern alles habe anhören müssen, könnte meinen Entschluss, dorthin zu wollen, fast wieder ins Wanken bringen. Aber geredet wird nun mal viel und parallel zu den Unkereien gibt es auch die anderen Stimmen, die einfach nur schwärmen. Und ich bemühe mich gerade darum, in dieses Lager zu wechseln, auch wenn ich noch nicht dar war, bzw. bin.

LG Squai
Ich gehöre zu denen, die über Russland schwärmen. Trotzdem bin ich nicht blind und verschließe nicht meine Augen. Russland ist wahrlich nicht einfach zu bereisen und die Russen werden auf den ersten Blick als unfreundlich und grummelig erscheinen.

Aber wer diese Hürde überwindet, nicht zuviel erwartet, bereit ist, hin und wieder zu improvisieren, westeuropäische Erwartungen ausschalten kann und sich den Leitspruch "Russland ist groß und Moskau ist weit" vor Augen hält, wird ein faszinierendes Land vorfinden.

Mari
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:42

Squai hat geschrieben: Verfasst am: 27.11.2007
Startschuss 3 oder Ni hao


Die Worte oben im Titel klingen chinesisch und sind es auch. Sie bedeuten "Hallo" und auch "Guten Tag". Und den wünsche ich Euch. Ich bin nach 3 Monaten (am 2. Nov.) mit dem Zug aus der Mongolei in China eingetrudelt und zwar in Peking und das ist das bisher GRÖSSTE, was mir bisher untergekommen ist. Und das auf allen Ebenen. Aumanoman. Wenn die Info stimmt, hat Peking flächenmäßig die Größe von Belgien, aber das kann ich nicht wirklich beurteilen. Beurteilen kann ich aber, dass mich diese Stadt, die Menschen und das Land faszinieren, wie keins zuvor, und ich werde mich darum bemühen - so, wie ich mich im Moment hier fühle - so lange wie möglich hier bleiben zu dürfen, also mein 30 Tage Visum auf 60 oder gar 90 Tage zu verlängern, um dieses riesige Land in verschieden Richtungen ein wenig kennen zu lernen.

Mein Hostel befindet sich ganz in der Nähe dieses riesigen Platzes, wo Mao sein Domizil hat und auf dem es seinerzeit bei der Studentenrevolte so blutig zu ging. Er ist zwar 30 Ha groß, kam mir aber dennoch kleiner vor und ist mit Menschen und Polizisten gut gefüllt. Auch mit solchen, die einen andauernd anquatschen, um etwas zu verkaufen oder einen abzuschleppen. Speziell geschieht das auf eine sehr angenehme Weise und schon mancher hat dan z.B. für eine Teezeremomie 180 Euro bezahlt, weil man ihm weiß gemacht hatte, dass es nur darum ging, den Tee zu propbieren und zu beurteilen.

Ich hatte auf dem Platz auch bereits Kontakt mit einer wirklich bezaubernden und charmanten Chinesin, die mich in ihr Atelier einzuladen versuchte und wäre fast mitgegangen - da ich zu dem Zeitpunkt von diesen Machenschaften noch nichts wusste. Aber irgendetwas, hat mich dann doch gewarnt und wir haben dann für den nächsten Morgen eine Verabredung getroffen, die ich aber nicht eingehalten habe. Ich bin an meinem ersten Abend über diesen Platz gelaufen und hätte vor Freude schreien und hüpfen können. Ich vermag diese Empfindungen kaum richtig zu fassen oder zu beschreiben.

Im Gegensatz zur Mongolei ist es hier fast frühlingshaft, die Bäume noch grün, die Blumen noch da, selbst die Orangen hängen noch an den Bäumen, und die Temperaturen liessen es teilweise sogar wieder zu, mit kurzem Arm oder dünner Jacke durch die Gegend zu laufen. Frieren war also erst einmal vorbei. Außerdem futter ich mich hier durch due Garküchen und probiere alles aus, was mich anspricht. Schon am ersten Abend habe ich drei verschiedene Dinge ausprobiert, die alle gut schmeckten und nur wenige Cent kosteten. Inzwischen ist Hund und Schlange dazu gekommen.

Neulich habe ich an einem Stand zum ersten Mal pralinengroße dicke Maden, heuschreckenähnliche Leckerbissen und Skorpione am Spieß gesehen - aber (noch) nicht probiert. Allerdings einer jungen Chinesin zugeschaut, wie sie genüsslich ihre Skorpione verspeiste. Ich muss hinzufügen, dass ihre Feundin sich weigerte, mal einen zu probieren, und auch andere Chinesen verdrehten die Augen beim Zuschauen. Die Heuschrecken sollen übrigens gut schmecken, sagte mir ein Deutscher, mit dem ich an dem Tag unterwegs war. Ich bin gespannt, was hier alles noch auf mich zukommt. Die Große Mauer, die Verbotene Stadt mit dem dahinter liegenden Park, den Sommerpalast, die Marco Polo Brücke und anderes habe ich mir schon zu Gemüte geführt. Aber am meisten Spaß macht es mir, durch die kleinen winzigen Gassen zu streifen, die voller Leben sind. Im Moment bereite ich mich gerade darauf vor, meine Zelte hier abzubrechen und weiter zu ziehen.

Sonnige Grüße aus Peking

Squai
Zuletzt geändert von Jean-Luc am 11.02.2011 - 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Jean-Luc » 11.02.2011 - 22:43

catchat hat geschrieben:ich habe schon auf den nächsten bericht von dir gewartet, squai - ich kann nur sagen: DANKE und weiter so.
genieß jeden moment, damit wir durch deine geschichten mit genießen können!
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