Kein Geld zum ausreisen und kein Flugticket

Hilfe bei Reisefrust, Heimweh, Fernweh und anderen Zweifeln, Sorgen, Gedanken und Problemen die euch vor/während/nach eurer Reise beschäftigen.
qwertyuiop
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Kein Geld zum ausreisen und kein Flugticket

Beitragvon qwertyuiop » 04.04.2015 - 06:34

Hallo,
was passiert, wenn jemand am letzten Tag seines Working Holiday Visums zum Flughafen faehrt und dort meldet, dass man weder ein Rueckflugticket noch genuegend finanzielle Mittel besitzt, um auszureisen?
Was passiert, wenn man niemanden hat oder kennt, der einem finanziell aushelfen kann?
Wird man deportiert und fuer weitere Enreisen gesperrt? Oder kommt man in Haft, solange man die Situation klaeren kann? Oder bekommt man von einer oeffentlichen Stelle einen Kredit um auszureisen?
Hat jemand Infos zu den obigen Fragen? Finde selbst durch googeln keine nuetzlichen Hinweise.
Vielen Dank
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Beitragvon Chacco » 04.04.2015 - 10:22

Im Normalefalle kommst du in Haft, bis die Lage bereinigt ist. Die Botschaft wird dir nicht helfen, sie versuchen höchstens, bei Angehörigen Geld aufzutreiben.
Dann gibt es manchmal ( wie z.B. hier in Thailand ) Hilfsvereine, die aus Spendengeldern Menschen in Notsituationen helfen, allerdings nur, wenn diese Situation NICHT selbst verschuldet ist.
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Beitragvon qwertyuiop » 05.04.2015 - 10:42

Danke fuer die Antwort, wie lange kann man denn festgehalten werden? Das Problem ist, dass es niemanden gibt, der helfen koennte..
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Beitragvon Chacco » 05.04.2015 - 12:19

qwertyuiop hat geschrieben:Danke fuer die Antwort, wie lange kann man denn festgehalten werden?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Wenn niemand bereit ist zu zahlen, theoretisch sicher ne halbe Ewigkeit, aber das halte ich für unrealistisch.
Da Gefängnisse auch Geld kosten, kann der Häftling darauf hoffen, vor Gericht abgeschoben zu werden, diese Kosten würde dann im Zweifel der australische Staat tragen.
Es ist gut möglich, dass man sich die Gesamtkosten ( was dann schnell einige Tausend Dollar sind ) auf rechtlichem Wege auch in Deutschland zurückholen wird.

Ich würde also eher Visum überschreiten, schwarz arbeiten bis ich mir ein Ticket leisten kann und dann hoffen, dass man halbwegs straffrei wegkommt.
Ansosten kann man wohl mit einigen Wochen, wenn nicht Monaten in Haft rechnen. Ich bin aber kein Anwalt und kenne das australische Recht im speziellen nicht so gut, dass meine Aussagen
einfach so übernommen werden sollten.
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Beitragvon Wastl » 06.04.2015 - 13:34

Also ich habe von Leuten gehört in solchen Situationen, dass sie ein Bridging Visa bekommen haben, um innerhalb von 28 Tagen das Geld für den Rückflug aufzutreiben. Sollte auch nach den 28 Tagen kein Rückflugticket vorliegen, wird man in den nächsten Flieger in Richtung Heimat gesetzt. Das Geld wird vorgestreckt, wird dann allerdings vom australischen Staat zurückgefordert. Eine Einreisesperre kommt natürlich noch hinzu.

EDIT: In dem Bridging Visa ist natürlich keine Arbeitserlaubnis enthalten.
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Beitragvon Wastl » 06.04.2015 - 13:39

qwertyuiop hat geschrieben:wenn jemand am letzten Tag seines Working Holiday Visums zum Flughafen faehrt und dort meldet, dass man weder ein Rueckflugticket noch genuegend finanzielle Mittel besitzt, um auszureisen?

Du musst zum nächsten Immigration Office gehen, nicht zum Flughafen. Da kommst du nämlich ohne Ticket gar nicht in den Sicherheitsbereich, wo die Leute von der Border Control zu finden sind.
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Beitragvon Carpool Guy » 14.04.2015 - 05:38

Hast du grundsaetzlich keine moeglichkeit an geld zu kommen, oder ist es nur so dass du in den naechsten 2-3 wochen kein geld von bekannten, eltern, freunden auftreiben kannst?
Im zweiten falle wuerde ich einfach ein ticket nach Thailand oder Vietnam buchen und dort aufs geld warten, einfach weil dort essen und unterkunft deutlich billiger ist.

Ich habe von einem onkel eines freundes gehoert dass er mal schwarz bei kleinen 1-mann handwerksbetrieben ausgeholfen hat... aber sowas wuerde ICH natuerlich nie machen!
Wenn du via couchsurfing ein paar freunde in der gegend machst, triffst du sicher irgendwen der jemanden kennt der jemanden sucht :wink:
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Beitragvon Romana » 24.04.2015 - 08:16

qwertyuiop hat geschrieben:... Das Problem ist, dass es niemanden gibt, der helfen koennte..


Ich kann immer wieder nur betonen, wie wichtig es ist, sich im Leben Freunde zu machen. Ob hier in Australien oder zu Hause! Das fängt mit dem eigenen Elternhaus an. Hast du denn deine Eltern und Geschwister so bitter enttäuscht, dass sie dir nicht aus der Patsche helfen? Und wie lange warst du hier in Australien? Die Australier sind extrem positive und aufgeschlossene Menschen, die in jedem Fremden zuerst nur Gutes vermuten und für neue Freundschaften sehr offen sind. Wenn du selbst hier keine Freunde gewonnen hast, musst du ... na ja, was auch immer.

Würdest du denn einen Neubeginn in Erwägung ziehen? Ich helfe Menschen gern weiter, die bereit sind, ihre innere Einstellung und ihr Verhalten positiv zu verändern. Wenn du bereit bist, dein bisheriges miserables Leben zu überdenken und dich zu ändern, schreib mir bitte eine private Nachricht. Ich kann dir hier in Australien helfen - aber nicht durch das Verschenken durch Bargeld an jemanden, der es sich nicht verdient hat. Du wirst schon selbst hart an dir arbeiten müssen. Dazu gebe ich dir gern die nötige Anleitung.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Chacco » 24.04.2015 - 13:22

Romana hat geschrieben:Die Australier sind extrem positive und aufgeschlossene Menschen, die in jedem Fremden zuerst nur Gutes vermuten und für neue Freundschaften sehr offen sind. Wenn du selbst hier keine Freunde gewonnen hast, musst du ... na ja, was auch immer.

Solange man die richtige Hautfarbe hat, mag das hinhauen, ansonsten sind viele Australier die grössten Rassisten, die ich bisher auf der Welt angetroffen habe.
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Beitragvon Catfish » 24.08.2015 - 13:41

Ich bin der Meinung das man bei solchen Touren auch das Geld für den Rückflug etc haben sollte und dies entweder schon alles bezahlt hat oder das Geld dafür gut weg tut....
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Beitragvon equinox » 25.05.2016 - 23:53

Ich glaube kaum, dass sich der Threaderöffner tatsächlich in einer derartigen Situation befindet, sondern dass seine Fragen eher hypothetisch sind, nach dem Motto: Was wäre, wenn....

Allerdings soll es ja auch immer wieder Menschen geben, dir den ulitmativen kick ihres Lebens brauchen und bewusst "ohne soziales Netz und finanziellen, doppelten Boden" leben. :-)
Lieben, Leben, Lachen... veni vidi vici!

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