Australienaufenthalt abbrechen?

Hilfe bei Reisefrust, Heimweh, Fernweh und anderen Zweifeln, Sorgen, Gedanken und Problemen die euch vor/während/nach eurer Reise beschäftigen.
may84
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Australienaufenthalt abbrechen?

Beitragvon may84 » 13.05.2013 - 12:02

Hi

Jetzt muss ich hier mal um eure Meinung fragen:

Ich war bereits ein Jahr in Neuseeland (seit April 2012 unterwegs). Heimweh kannte ich dort gar nicht, habe sofort immer Anschluss gefunden und auch wenn es zwischendurch mal schwierig war es ging immer irgendwie weiter und wirklich nach Hause wollte ich nie.
War zwischen Neuseeland und Australien sechs Wochen zu Hause und seit kurzem bin ich jetzt in Australien gelandet um hier noch ein weiteres Jahr machen.

Seit zwei Wochen will ich nur noch nach Hause, aus verschiedenen Gruenden:
Ein Mitglied meiner Familie ist an Krebs erkrankt und ich habe den Eindruck man erzaehlt mir nur die Haelfte von dem was eigentlich zu Hause los ist und wie schlecht es der Person wirklich geht.
Ich bin generell etwas reisemuede geworden, mir geht das Leben im Hostel nur noch auf die Nerven, sehne mich nach eigenem Zimmer, Bad usw.
Ich lerne zwar auch hier neue Leute kennen aber habe irgendwie keinen Elan mehr mich auf Neues einzulassen, da die Leute doch immer weiter ziehen und man sie wieder "verliert".
Der Arbeitsmarkt ist ruhig zur Zeit, kenne ich zwar schon aus Neuseeland aber auch das frustriert mich momentan (habe in Neuseeland so ziemlich alles von Kiwi sortieren bis zu meinem eigenen Beruf - Sekretaerin - gemacht.)

Wie seht ihr das sollte ich nach Hause fliegen oder auf biegen und brechen hier bleiben?
cattas
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Beitragvon cattas » 14.05.2013 - 21:35

Hi may84,

das ist natürlich eine ganz schwierige Frage, die im Endeffekt nur du beantworten kannst.
Vor allem hoffe ich, dass es deinem Verwandten nicht so schlecht geht, wie es sich jetzt anhört.

Also einen echten Tipp kann ich dir nicht geben (vor allem, da ich mich erst auf meinen Trip vorbereite und ich das W&T-Leben nur in der Theorie kenne).
Aber wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich zurückfliegen. Ich würde nicht zwanghaft dableiben, nur weil ich mir das so vorgenommen habe. Außerdem würde ich zuhause nichts "verpassen" wollen (sry, besseres Wort fällt mir nicht ein).
Du kannst ja in einen paar Wochen/Monaten auch wieder hinfliegen, wenn du wieder mehr Lust und einen freien Kopf hast. Ich würde das nicht an den 2000€ für den Flug festmachen.
Was sind den deine Gründe um da zu bleiben? Vielleicht hast du ja noch andere Punkte, aber wenn ich mir den Text durchlese, wäre (für mich!!!) meine Entscheidung relativ klar.

Ich weiß nicht ob ich dir helfen konnte, aber ich wünsche dir und deiner Familie auf jeden Fall alles Gute.

Felix
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Beitragvon may84 » 15.05.2013 - 02:00

Hi Felix

Danke fuer die email ;-)
Also ich bin nochmal nach Australien um noch einige Monate in meinem Beruf zu arbeiten um einfach etwas fuer meinen Lebenslauf zu tun.

Ich fahre morgen nach Sydney da ich in Melbourne keinen Job finden konnte. Wenn es dort nicht klappt werde ich umgehend nach Hause fliegen, da es dann absolut keinen Grund mehr gibt hierzubleiben.

Sollte ich was finden werde ich den Aufenthalt aber auf 6 Monate verkuerzen und im Dezember zurueck fliegen, ein Jahr muss wirklich nicht mehr sein.

Dir viel Glueck bei deinem Aufenthalt und viel Spass Down Under!!!
WilliR
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Beitragvon WilliR » 17.05.2013 - 18:04

Klingt nach einer gut durchdachten Lösung für dich.
Ich denke, ich wäre an deiner Stelle auch kein ganzes Jahr mehr geblieben. Gerade in Hinblick auf dein Familienmitglied. Wahrscheinlich würde ich es deshalb sogar nichtmal mehr die von dir geplanten 6 Monate aushalten. :-/
Wünsche dir viel Kraft bei deiner weiteren Entscheidung.
Edgardo
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Beitragvon Edgardo » 19.05.2013 - 22:58

Hallo,

also ich weiß es nicht wie es den anderen Nutzern hier im Forum so geht, aber wenn jemand aus der Familie an Krebs erkrankt wäre bei mir, dann würde ich sofort alles liegen und stehen lassen und nach Deutschland aufbrechen, um die Person so gut wie möglich zu unterstützen und auch zu besuchen so oft es geht. Für den Lebenslauf kann man immer noch später etwas tun.

Gruß
Jojo29
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Beitragvon Jojo29 » 20.05.2013 - 19:15

Ich stelle mal ganz grundsätzlich stark in Zweifel, dass man mit diesem weiteren Jahr überhaupt etwas für den Lebenslauf tut. Das eine Jahr kann man immer auf verschiedene Weisen argumentieren. Das zweite Jahr gleich im Anschluss ist aus meiner Sicht schon deutlich schwerer zu erklären.

Wenn ein mir wichtiges Familienmitglied schwer erkrankt wäre, wüsste ich aber so oder so wo die Prioritäten liegen, speziell im zweiten Jahr, wenn man schon ein Jahr gereist ist.
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may84
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Beitragvon may84 » 21.05.2013 - 00:21

also fuer den lebenslauf tut man schon etwas, wenn man in seinem beruf und nicht im klassichen backpackerjob arbeitet. wenn man natuerlich zwei jahre nuer kiwis pflueckt waere es schwer das einem arbeitgeber zu erklaeren, stimme ich dir voellig zu ;-)
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Chacco
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Beitragvon Chacco » 21.05.2013 - 09:54

Es kommt halt darauf an, wie man seine 2 Jahre WHV verkauft. Man kann es ja auch so verkaufen, dass man 2 Jahre in Australien gearbeitet hat ( nicht mit WHV ), dann macht es sich sehr gut. Genau geprüft wird das eh nicht, als Rückendeckung braucht man halt einen zuverlässigen Kontakt in Australien.
Was die Familie angeht, da kommt es wohl darauf an, um wen es geht und wie die Aussichten sind.
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Beitragvon may84 » 21.05.2013 - 10:12

kurzes update: Ich fliege am Di nach Hause, mein Gefuehl sagt zurueck und zwar so schnell wie moeglich
Jackob
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Beitragvon Jackob » 28.07.2013 - 10:51

Hay, hoffe du bist gut angekommen und deinem Familienmitglied geht es den Umständen entsprechend gut.
Denke auch du hast die richtige Entscheidung getroffen, das Gefühl täuscht sich selten ;)

lg
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Beitragvon hiso_wombat » 13.02.2016 - 20:47

Das man nette leute trifft aber dann schnell wieder verliert ist auf dauer schwierig. Hmm

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