Karriere oder noch einmal Ausland?

Hilfe bei Reisefrust, Heimweh, Fernweh und anderen Zweifeln, Sorgen, Gedanken und Problemen die euch vor/während/nach eurer Reise beschäftigen.
FordFalcon
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Karriere oder noch einmal Ausland?

Beitragvon FordFalcon » 11.07.2012 - 14:42

Hallo zusammen,

ich bin seit Jahren ein eifriger Mitleser, Schreiber erst jetzt wo`s Not tut.

Wir (meine Freundin & Ich) sind Ende März aus Australien zurückgekehrt. 6 Monate Work & Travel. Freiheit, Reisen, Freunde, Arbeiten. Ein bombastisches, intensives Erlebnis.

Zurück in diesem traurigen Land: Behördengänge, Wohnungssuche, Jobsuche. Alles ein bissel viel.

Wir haben beide ziemliches Fernweh und wollen am liebsten so schnell es geht wieder weg. Und nun geistern die Pläne und Fragen durch unsere Köpfe.

Kurz zum Background: Wir haben 2011 unsere Uni-Abschlüsse gemacht und sind mit dem durch Jobs angesparten Geld in den Flieger gestiegen.
Der Plan sah eigentlich so aus, dass wir uns nach dieser Auszeit in den Arbeitsmarkt stürzen. Das versuchen wir auch seit mittlerweile 4 Monaten. Klar, andere schreiben viiiiel länger Bewerbungen, da brauchts einfach Geduld & Engagement. Wir halten uns zur Zeit mit Minijobs über Wasser, die uns natürlich bei weitem nicht auslasten. also hat man Zeit zum Denken und Planen.

Wir sind beide 26 Jahre alt/jung und eigentlich sollte es so langsam aber sicher mal mit dem "echten" Arbeitsleben losgehen. Oder nicht?
Ist es eine gute Idee, unsere Kraft und Zeit erneut in den nächsten Auslandstripp zu stecken, einen zweiten oder gar dritten Minijob anzunehmen und dadurch genug Kröten zusammenzukratzen, um im Frühjahr nocheinmal Leine zu ziehen? Wenn wir zurückkommen sind wir dann vermutlich 28 und weitgereiste, welterfahrene Akademiker ( :roll: ) Andere hängen so lange an der Uni ab.

Oder flüchten wir nur? Sollten wir uns zusammenreißen, das Fernweh runterschlucken und uns verdammt nochmal auf die Bewerbungen konzentrieren? Bafög und Studienkredite möchten ja auch mal zurückgezahlt werden. Findet eine anständige Arbeit und leistet endlich euren Beitrag? Verdient Geld und erfüllt euch eure Träume in ein paar Jahren.

Gibts darauf sinnvolle Antworten?
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Beitragvon cocacola-light » 11.07.2012 - 15:14

Ich kenne das Dilemma und es gibt kein Richtig oder Falsch. Im Nachhinein lässt sich natürlich immer sagen "hätte ich mal...", aber letztendlich lebt ihr hier und jetzt und jeder muss für SICH das beste finden!

Und letzteres ist ein wichtiger Punkt: Ihr solltet GEMEINSAM den Entschluss fassen. Denn sonst heißt es nachher "nur wegen dir bin ich geblieben/gegangen" oder ähnlich. Wenn ihr beide das gleiche Ziel habt und dahinter steht, dann macht es einfach! Egal ob es nur "bleiben" oder "gehen" heißt.

Nur wofür eurer Herz schlägt, dass müsst ihr selber entscheiden :wink:
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Beitragvon Jojo29 » 11.07.2012 - 21:05

FordFalcon hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich bin seit Jahren ein eifriger Mitleser, Schreiber erst jetzt wo`s Not tut.

Wir (meine Freundin & Ich) sind Ende März aus Australien zurückgekehrt. 6 Monate Work & Travel. Freiheit, Reisen, Freunde, Arbeiten. Ein bombastisches, intensives Erlebnis.

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Wir haben beide ziemliches Fernweh und wollen am liebsten so schnell es geht wieder weg. Und nun geistern die Pläne und Fragen durch unsere Köpfe.

Kurz zum Background: Wir haben 2011 unsere Uni-Abschlüsse gemacht und sind mit dem durch Jobs angesparten Geld in den Flieger gestiegen.
Der Plan sah eigentlich so aus, dass wir uns nach dieser Auszeit in den Arbeitsmarkt stürzen. Das versuchen wir auch seit mittlerweile 4 Monaten. Klar, andere schreiben viiiiel länger Bewerbungen, da brauchts einfach Geduld & Engagement. Wir halten uns zur Zeit mit Minijobs über Wasser, die uns natürlich bei weitem nicht auslasten. also hat man Zeit zum Denken und Planen.

Wir sind beide 26 Jahre alt/jung und eigentlich sollte es so langsam aber sicher mal mit dem "echten" Arbeitsleben losgehen. Oder nicht?
Ist es eine gute Idee, unsere Kraft und Zeit erneut in den nächsten Auslandstripp zu stecken, einen zweiten oder gar dritten Minijob anzunehmen und dadurch genug Kröten zusammenzukratzen, um im Frühjahr nocheinmal Leine zu ziehen? Wenn wir zurückkommen sind wir dann vermutlich 28 und weitgereiste, welterfahrene Akademiker ( :roll: ) Andere hängen so lange an der Uni ab.

Oder flüchten wir nur? Sollten wir uns zusammenreißen, das Fernweh runterschlucken und uns verdammt nochmal auf die Bewerbungen konzentrieren? Bafög und Studienkredite möchten ja auch mal zurückgezahlt werden. Findet eine anständige Arbeit und leistet endlich euren Beitrag? Verdient Geld und erfüllt euch eure Träume in ein paar Jahren.

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Ist jetzt vermutlich nicht die populärste Meinung, aber ich würde mit dem Einstieg in den ersten Job auch nicht ewig warten. Natürlich kann man sagen, dass einige mit 28 noch nicht mit dem Studium fertig sind, ich könnte aber auch sagen, dass einige mit 26 Jahren schon 2 Jahre Arbeitserfahrung haben. ;)

Das ist natürlich auch vom Studium und der jeweiligen Jobsituation abhängig.

Ich würde euch raten jetzt erst mal nen Job zu finden und dann lieber mit ein bisschen Berufserfahrung noch mal loszuziehen. Danach ist der Einstieg jedenfalls einfacher. Aus meiner Sicht ist der erste Job der schwerste, weil man dieses Dilemma mit der fehlenden Berufserfahrung hat.

Aus Erfahrung kann ich im übrigen sagen, dass man, einmal vom Travel Bug infiziert, nie an den Punkt kommt, an dem eine Reise lang genug ist oder man nicht nach Rückkehr direkt wieder Fernweh bekommt. Mehr und länger reisen geht immer. ;)

Letztendlich ist es natürlich eine sehr individuelle Entscheidung.
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Beitragvon Chacco » 12.07.2012 - 07:16

Jojo29 hat geschrieben:Ich würde euch raten jetzt erst mal nen Job zu finden und dann lieber mit ein bisschen Berufserfahrung noch mal loszuziehen. Danach ist der Einstieg jedenfalls einfacher. Aus meiner Sicht ist der erste Job der schwerste, weil man dieses Dilemma mit der fehlenden Berufserfahrung hat.

Hat auch den Vorteil, dass man dann relativ einfach nen vernünftigen Job im Ausland findet, wenn man denn ein international gefragtes Studium abgeschlossen hat. Frisch von der Uni bekommt man diese Chance normalerweise nicht.
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Beitragvon Nemesis » 26.07.2012 - 11:59

Es ist eine sehr schwierige Frage, die jeder für sich beantworten muss. Ich wurde gleich nach meinem Studium in einem Unternehmen angestellt (zu einem sehr schlechten Lohn) und dachte, dass ich später ins Ausland gehen würde (für mindestens 1 Jahr). Mittlerweile arbeite ich schon seit 6 Jahren im selben Unternehmen, mein Lohn hat sich nur geringfügig verbessert. So frage ich mich, ob es besser wäre, wenn ich den Job nicht angenommen hätte? In meinem Fall denke ich aber trotz all dem, dass ich die richtige Entscheidung für mich getroffen habe, da die finanzielle Sicherheit (eigentlich nur ein regelmäßiger Lohn) für mich wichtig.
Aber eine andere Idee: wieso sucht ihr nicht in Australien (oder wo auch immer ihr gehen wollt) einen Job?
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Beitragvon Alexk2410 » 27.07.2012 - 07:01

Interessantes Thema und gute Frage.

Ich möchte aber noch einmal einen anderen Gedanken einwerfen. Ich arbeite nach meinem Studium mittlerweile seit ich 22 bin und promoviere aktuell. Ja, ich hatte zwischenzeitlich nicht die Gelegenheit ewig im Ausland Zeit zu verbringen, konnte aber zumindest in den kurzen Sommerurlaub fahren und habe auch im Berufsleben einige spannende Orte gesehen und einiges erlebt. Zudem wurde ich bisher sehr gut bezahlt.

Daher nehme ich mir demnächst 3 Monate Auszeit und fahre nach Australien. Bei meinem Arbeitgeber ist das kein Problem - auch bis zu 6 Monaten wären möglich.

Ich plädiere daher für dne Jobeinstieg, da ich denke, dass man als Akademiker auch später noch recht flexibel eine Auszeit nehmen kann und man mit dem Jobeinstieg zumindet die Grundlage für die kommenden Jahre gelegt hat.
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Beitragvon cocacola-light » 27.07.2012 - 07:42

Alexk2410 hat geschrieben:da ich denke, dass man als Akademiker auch später noch recht flexibel eine Auszeit nehmen kann


Theoretisch schon, aber dann hat man Kinder, Haus, muss Kredite zurück zahlen,... und eh man sich versieht, denkt man: "hätte ich mal..." :wink:

Aber du hast natürlich Recht in deiner Aussage. Gerade in größeren Firmen kann man oft eine Auszeit nehmen. Nur: Viele haben den Wunsch irgendwann mal und nur die wenigsten Leute verwirklichen ihre Träume!

Das soll jetzt aber auch nicht heißen, dass ihr ohne Job los sollt :lol:
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Beitragvon songoten7 » 27.07.2012 - 12:50

also ich bin erst mit ende 26 runter und kam vor kurzem zurück. spare nun etwas geld und werde, wenn alles gut läuft in einem jahr nach kanada und/oder neuseeland.
dann werde ich fast 28 sein. mir aber egal. ist bloß ne zahl.
wobei ich sagen muss, ich habe auch bissel berufserfahrung...

wenn man mit sehr guten englischkenntnissen zurückkommt ist es den firmen häufig egal dass man noch net die berufserfahrung hat.
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Beitragvon Alexk2410 » 27.07.2012 - 13:51

songoten7 hat geschrieben:wenn man mit sehr guten englischkenntnissen zurückkommt ist es den firmen häufig egal dass man noch net die berufserfahrung hat.


Das halte ich für ein Gerücht. Englisch wird mittlerweile in sehr vielen Positionen, die für Akademiker interessant sind, als Grundvoraussetzung angesehen. Teilweise zählt sogar eine zweite oder dritte Fremdsprache nicht wirklich als Besonderheit. Daher ist aus meiner Sicht die Berufserfahrung durchaus sehr relevant. Zumindest wenn man auch nur im Entferntesten in den Management-Bereich möchte. Und auch mit anderen Abschlüssen ist Englisch, auch sehr gutes Englisch, eigentlich immer ein Hygienekriterium, aber nichts weiter.
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Beitragvon Chacco » 27.07.2012 - 13:59

Alexk2410 hat geschrieben:Englisch wird mittlerweile in sehr vielen Positionen, die für Akademiker interessant sind, als Grundvoraussetzung angesehen.
Es sollte generell als Grundvoraussetzung angesehen werden, aber du wirst dich wundern, wie schlecht das Englisch auch heute noch bei einigen in hohen Positionen ist.
Ideal ist ein sehr gutes Englisch und Berufserfahrung im Ausland. Nur ohne Berufserfahrung im Inland kommt man halt so gut wie unmöglich an Stellen im Ausland, aus diesem Grunde ist die beste Vorgehensweise quasi vorgegeben :)
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Beitragvon Jojo29 » 27.07.2012 - 15:32

Chacco hat geschrieben:
Alexk2410 hat geschrieben:Englisch wird mittlerweile in sehr vielen Positionen, die für Akademiker interessant sind, als Grundvoraussetzung angesehen.
Es sollte generell als Grundvoraussetzung angesehen werden, aber du wirst dich wundern, wie schlecht das Englisch auch heute noch bei einigen in hohen Positionen ist.
Ideal ist ein sehr gutes Englisch und Berufserfahrung im Ausland. Nur ohne Berufserfahrung im Inland kommt man halt so gut wie unmöglich an Stellen im Ausland, aus diesem Grunde ist die beste Vorgehensweise quasi vorgegeben :)


Das stimmt.

Berufserfahrung schlägt aber auch im Inland jedes weitere Thema um Längen. Das ist in einem CV der wichtigste Punkt. Natürlich schadet es nicht, wenn man auch sagen kann, dass man sehr gut Englisch spricht, aber als Berufseinsteiger ist das nicht das zentrale Thema mit dem man kämpft.

Ich würde imnmer dazu raten erst 2 Jahre Berufserfahrung (gerade als Akademiker) einzusammeln. Das ist ne andere Basis, wenn man länger reisen will.
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Beitragvon Flinky89 » 30.07.2012 - 17:50

Ich bin auch ins Ausland gegangen, obwohl es riskant ist, aber ich will wenn ich 80 bin nicht auf mein Leben zurückblicken und nur verpasste Gelegenheiten sehen. Entscheide selbst, aber denk nicht an Komfort oder Pseudosicherheit in Deutschland. Entscheide frei.
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Beitragvon Jojo29 » 30.07.2012 - 17:59

Flinky89 hat geschrieben:Ich bin auch ins Ausland gegangen, obwohl es riskant ist, aber ich will wenn ich 80 bin nicht auf mein Leben zurückblicken und nur verpasste Gelegenheiten sehen. Entscheide selbst, aber denk nicht an Komfort oder Pseudosicherheit in Deutschland. Entscheide frei.


Das ist reine Schwarz-Weiss-Malerei. Stell dir vor, es geht auch beides, es ist nicht immer gleich entweder-oder. Auch wenn man nicht immer alles sofort macht, heisst es noch lange nicht, dass man bis 80 warten muss.

Und ja, man kann morgen umkippen und alles ist vorbei. Aber man darf auch hier und da mal die Perspektive einnehmen, dass man nicht übermorgen umkippt, ist nämlich auch nicht unwahrscheinlich.
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Beitragvon Luisa » 24.08.2012 - 13:11

mhh,ich denke auch da gibt es nicht richtig und nichts falsches.... als ich mit 24 nach Australien ging für zwei Jahre hatte ich aber auch schon in Deutschland zwei Jahre gearbeitet (hab "nur" ne Ausbildung gemacht)

Vielleicht könnt ihr erstmal auch so zwei Jährchen in Deutschland arbeiten und danach noch mal weg....da seid ihr 28 und das ist auch noch kein Alter ;)

Und glaubt mir,zwei Jahre sind auch recht schnell vergangen (ok,beim reisen halt noch mal schneller..)

So ungefähr plane ich da grad,ich tu mir nach meiner Australien Zeit auch schwer in Deutschland, fange nächste Woche einen Job hier an (und wenn mich alle fragen,ob ich mich drauf freue,kann ich das fast kaum beantworten,weil ich irgendwie auch noch so im fernweh schwebe) Aber der Alltag wird mich wohl bald einholen...aber ich spiele halt schon sehr stark mit dem Gedanken,nach zwei Jahren oder so noch mal nach Kanada zu gehen..wobei,das work and travel da gibts ja mittlerweile sogar noch bis zum 35. Lebensjahr,juhu;)

Eigentlich haben wir es doch gut und so viele Möglichkeiten...vielleicht könnt ihr auch einen Job (kein backpackerjob) im Ausland finden, wenn euch Europa nicht zu langweilig ist,weil da ist es Visums -technisch einfach...das sieht doch auch nicht schlecht im Lebenslauf aus,wenn man es geschickt verkauft...

was habt ihr denn studiert?
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Beitragvon longways » 26.08.2012 - 17:23

Das große belastende Problem liegt auch immer bei der Ausgrenzung aus den Sozialsystemen, wenn man ins Ausland geht. Wegen dessen, schrecken viele Gleichgesinnte vor einem weiteren Aufenthalt im Ausland zurück;(
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Beitragvon Chacco » 26.08.2012 - 22:38

longways hat geschrieben:Das große belastende Problem liegt auch immer bei der Ausgrenzung aus den Sozialsystemen, wenn man ins Ausland geht.

Dann sollte man sich einfach mal klar machen, dass dieses Sozialsystem in dieser Forum eh nicht mehr allzu lange existieren wird :)
Und im Ausland lebt man auch, trotz fehlendem oder schwachen Sozialsystem. Eigentlich völlig unnötig und ein Hemmschuh für den eigenen Antrieb.
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Beitragvon Dennis89rc » 29.08.2012 - 13:51

Chacco hat geschrieben:
longways hat geschrieben:Das große belastende Problem liegt auch immer bei der Ausgrenzung aus den Sozialsystemen, wenn man ins Ausland geht.

Dann sollte man sich einfach mal klar machen, dass dieses Sozialsystem in dieser Forum eh nicht mehr allzu lange existieren wird :)
Und im Ausland lebt man auch, trotz fehlendem oder schwachen Sozialsystem. Eigentlich völlig unnötig und ein Hemmschuh für den eigenen Antrieb.


Dem kann ich nur zustimmen. Viele sind leider so "festgefahren" oder an ihr Leben in Deutschland gewöhnt, das es Ihnen schwer fällt ins Ausland zu gehen. Kann man natürlich nicht immer pauschal sagen. Ist immer individuell von Person zu Person anders.

Allerdings aus eigener Erfahrung, habe ich folgendes oft im Freunden/Bekanntenkreis gehört(nicht übertrieben):" .... aber ich kann doch nicht weg hier, weil da hab ich doch ne Lücke im Lebenslauf, finde keinen Job mehr wenn ich zurück komme, das Sozialsystem ist viel schlechter/nicht vorhanden, oder mir fehlt ein Teil für die Rente....."

Das ist einiges von vielen, was ich leider oft genug im Bekanntenkreis gehört habe ;)
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Beitragvon Chacco » 29.08.2012 - 15:53

Ja das habe ich auch sehr häufig gehört, fast exakt im gleichen Wortlaut.
Nur, wer nichts riskiert, wird immer beschränkt in seinen Möglichkeiten bleiben und es später möglicherweise schwer bereuen.
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Beitragvon PatrickCh1986 » 26.09.2013 - 10:42

Ist schon ein jahr alt, aber irgendwie verliert das Thema ja nicht an Relevanz.

Ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Nach der Schule war ich 2 Jahre in Australien, backpacken. Wie immer die Beste Zeit meines Lebens usw... nach 6 Monaten Uni nach meiner Rueckkehr, habe ich mit 600 Euro meine Koffer gepackt und bin nach Thailand geflogen und habe da angefangen Englisch zu unterrichten.

Mittlerweile bin ich jetzt schon in meinem vierten Jahr in China ( jetzt seit einem Jahr in Hong Kong)
Die meiste Zeit habe ich Englisch unterrichtet, habe aber auch ein Jahr bei einer Deutschen LED Firma in Shenzhen gearbeitet und 6 Monate bei einem Umzugsunternehmen in Hong Kong.

Jetzt bin ich 27 und fuehle mich aber irgendwie noch genau wie 23, naja aber so ist es wohl. Studiert habe ich immernoch nicht, habe das aber wirklich noch vor.

Es ist schwer zu sagen, ob das die richtige Entscheidung war, oder die Falsche. Irgendwie fuehle ich doch immer den Gewissen Druck im Hinterkopf, dass ich doch noch studieren sollte.

Auf der anderen Seite gibt es sicher viele, die studiert haben, aber jetzt in einem Buerojob in Deutschland haengen und ungluecklich sind.

Ich denke schon viel darueber nach, wie es weitergehen soll, denn auf laengere Zeit gesehen sehe ich auch als Englischlehrer in Asien keine richtige Perspektive...

Ich werde jetzt dann erstmal noch ein paar Monate nach Taiwan fliegen und dann mal sehen, was das Leben hergibt. Das jetzt nur mal als kleine Geschichte von einem, der sich nicht wieder eijnklinken konnte. Jedenfalls noch nicht...

gruss,

Patrick
**** vom 20. August 2006 bis 1 September 2008 in Australien ****
**** Seit April 2009 in Asien ***

+++ in Hong Kong, English Teacher +++

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