Startkapital Work and Travel Australien

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Vanessa18
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Startkapital Work and Travel Australien

Beitragvon Vanessa18 » 01.07.2016 - 08:01

Hallo ihr Lieben,

ich hab eine Frage an euch was das Startkapital angeht.
Ich hab gelesen das man mindestens 5000Au$, also ca. 3500Euro nachweisen muss.
Allerdings befürchte ich das ich nur auf 2000 Euro komme.
Ich hab allerdings mein Flugticket nach Hause schon bezahlt bzw. es ist im Flughafen hinterlegt und ohne
festes Rückreise Datum. Ich kann also jederzeit wieder zurück nach Hause fliegen.
Ich hab jetzt Angst das die mich am Flughafen kontrollieren und ich nicht genug Geld auf meinem Konto hab.

Daher meine Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das man kontrolliert wird bzw. wenn ich bereits ein Rückflugticket
ohne festgelegtes Datum hab, brauch ich dann überhaupt genau 5000 Au$ ?

Danke schon mal für die Antworten :eek:
Chacco
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Beitragvon Chacco » 01.07.2016 - 12:30

Vanessa18 hat geschrieben:Daher meine Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das man kontrolliert wird bzw. wenn ich bereits ein Rückflugticket
ohne festgelegtes Datum hab, brauch ich dann überhaupt genau 5000 Au$ ?

Die Wahrscheinlichkeit einer Kontrolle ist extrem gering. Bedenke aber, dass du auch mit gebuchtem Rückflug nicht einfach nach Belieben da auftauchen und ins Flugzeug steigen kannst. Du musst vorher einen konkreten Termin reservieren und das kostet je nach Ticket / Airline auch nochmal bis zu 100 Euro.

Mit 2000 Euro hast du von Beginn an grossen Druck, quasi sofort einen Job zu finden, Zeit dich einzuleben bleibt kaum.
Natürlich kann es klappen, ich würde aber eher davon abraten, mit so einem Mini Budget zu starten.
Carpool Guy
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Beitragvon Carpool Guy » 04.07.2016 - 02:06

Vanessa18 hat geschrieben:Ich hab gelesen das man mindestens 5000Au$, also ca. 3500Euro nachweisen muss.
Allerdings befürchte ich das ich nur auf 2000 Euro komme.
Ich hab allerdings mein Flugticket nach Hause schon bezahlt bzw. es ist im Flughafen hinterlegt und ohne
festes Rückreise Datum. Ich kann also jederzeit wieder zurück nach Hause fliegen.


Ohje, wenn du schon zu hause probleme hast genug geld fuer den trip zu sparen, dann wird die australienreise finanziel noch ein ganzes stueck schwieriger fuer dich.

- Du hast keine jobsicherheit in australien! Die farmjobs sind alles saisonarbeit, kann auch sein dass du irgendwo nur einen job fuer z.b. 4 tage hast und dann $100 fuer ein busticket ins naechste dorf ausgeben musst weil alle kartoffeln abgeerntet sind, und dort fuer 3 monate nichts mehr geerntet wird.
- Unterwegs und im hostel zu wohnen ist immer teurer als zu hause in einer festen wohnung zu leben. Du musst immer kleine und relativ teurer mengen (brot, milch, waschmittel, waschmittel usw.) kaufen weil du den ganzen kram nicht immer mitschleppen willst, und wahrscheinlich die haelfte deiner lebensmittel von anderen backpackern gegessen wird oder nach 3 tagen verschimmelt.
- Die summe von $5000 ist mindestens 10 jahre alt. Vor 10 jahren konnte man damit wahrscheinlich noch 6 monate ohne arbeit (aber auch ohne grosse touren oder ausfluege) irgendwie durchkommen, mittlerweile ist aber alles deutlich teurer (gerade in den staedten) und das geld reicht wahrscheinlich nur noch halb so lange.
- Gerade im ersten monate gibts du am meisten aus, wenn du irgendwelche hostel-rabattkarten, busspaesse, sim-karten kaufst oder kurse nimmst die du brauchst um erstmal einen job (z.b. fuer alkoholausschank) annehmen zu koennen.

So ueber den dauem gepeilt wuerde ich von $100/tag kosten ausgehen (inklusive extras, gelegentliche touren, transport usw.), mit $50 kommst du wahrscheinlich gerade so ueber die runden. Hostel in Sydney kostet pro nacht etwa $35, essen selbst kochen $10 wenn dir eine auswahl an spagetti, brot, ramen-nudeln und bohnen reicht, und dann noch $5 extra fuer waesche waschen, busticket, internet oder so...
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Beitragvon Romana » 07.07.2016 - 17:54

Hallo Vanessa,

na, ganz so schwarz wie die vorherigen Antwortenden würde ich das nicht sehen! Ich hatte durchaus auch schon junge deutsche Reisende hier, die nach ihrem Anflug nach Adelaide überhaupt kein Geld mehr in der Tasche hatten und danach trotzdem ein bis zwei Jahre in Australien überleben und viel lernen und erleben konnten.

Wie Chacco schon geschrieben hat, ist die Wahrscheinlichkeit einer Finanzkontrolle extrem gering und hätte sowieso keine Auswirkungen auf deinen weiteren Aufenthalt. Mein Rat ist: Werde schon vor deiner Einreise Mitglied bei Freiwilligenverbänden wie Wwoof oer HelpX. Damit stehen dir Tausende von australischen Familien offen, die dich aufnehmen, dir Arbeit, Unterkunft und Verpflegung geben und dir weiterhelfen werden. All die Kosten, die Carpool Guy angeführt hat, fallen dann gar nicht erst an. Du hilfst den Leuten hier, und diese Leute helfen dir. So kannst du jahrelang ohne Geldfluss leben und dabei noch viel fürs Leben lernen und wunderschöne Freunschaften schließen! Also lass dich durch Geldmangel nicht davon abhalten, nach Australien zu kommen. Investiere 20 Euro für eine HelpX-Mitgliedschaft und vergiss das leidige Geld für die nächsten zwei Jahre!

Liebe Grüße von Romana

P.S.: Ich beherberge momentan einen jungen Deutschen und einen jungen US-Amerikaner und hole morgen eine dritte kostenfreie luxemburgische Helferin vom Flughafen ab ... für uns alle funktioiniert dieses System wunderbar! Ist doch wirklich beser, als ein ganzes Jahr lang in großstädtischen Hostels allnächtlich wilde teure Saufpartys feiern und sich alltäglich das Backpacker-Gejammer über die schrecklichen australischen Arbeitgeber anzuhören.
Zuletzt geändert von Romana am 08.07.2016 - 02:19, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Carpool Guy » 08.07.2016 - 01:17

Romana hat geschrieben:Investiere 20 Euro für eine HelpX-Mitgliedschaft und vergiss das leidige Geld für die nächsten zwei Jahre!


Irgendwelche (guten!) gastfamilien bei helpx zu finden ist aber auch teilweise glueckssache, und ob die leute dich aufnehmen wenn du gerade ein zimmer brauchst ist auch keinesfalls garantiert.
Und auch wenn du dort "kostenlos" wohnst, hast du trotzdem noch ausgaben: Handy guthaben, schuhe wenn du laufend draussen auf dem feld arbeitest, transportkosten von einem host zum naechsten usw.
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Beitragvon Romana » 08.07.2016 - 02:30

Carpool Guy hat geschrieben:
Irgendwelche (guten!) gastfamilien bei helpx zu finden ist aber auch teilweise glueckssache, und ob die leute dich aufnehmen wenn du gerade ein zimmer brauchst ist auch keinesfalls garantiert. Und auch wenn du dort "kostenlos" wohnst, hast du trotzdem noch ausgaben: Handy guthaben, schuhe wenn du laufend draussen auf dem feld arbeitest, transportkosten von einem host zum naechsten usw.


"Garantiert" ist im Leben nie etwas, aber bei Tausenden und Abertausenden von Gastfamilien findet sich sicher immer und quasi überall jemand, der dich aufnimmt. Und wenn es dir dort nicht gefällt, ziehst du am nächsten Tag eben wieder weiter. Zudem bieten manche Gastfamilien auch bezahlte Zusatzarbeiten an oder helfen dir, in der näheren Umgebung einen Teilzeitjob zu bekommen. Wenn du dich bei Wwoof anmeldest (kostet 60 $ für ein Jahr), kannst du im Forum der Website schon vorab nach solchen Unterkünften suchen und dir dein Bett reservieren. Und wenn du besonders nett und fleißig warst, fahren dich deine Gastgeber vielleicht sogar zu deinem nächsten Reiseziel oder spendieren dir ein Busticket. Tja, und für Handykosten und Schuhe reichen deine 2000 Euro allemal!
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon becherts » 19.07.2016 - 15:42

Klingt alles noch nicht wirklich ausgereift bei deinem Plan. Du hast ja schon einige Tipps erhalten, die ich an deiner Stelle auch sehr ernst nehmen würde. Hast du auch daran gedacht, dass du einiges an Dokumente, wie z.B. das Führngszeugnis beglaubigt übersetzen lassen musst? Oftmals vergisst man ja solche Banalitäten vor lauter Aufregung und Planung.

Diesbezüglich kann ich dir GermanyTS empfehlen. Die machen das schon seit einigen Jahren und sind super zuverlässig. Die haben auch ein paar NAATI-Übersetzer, die du wahrscheinlich benötigen wirst!
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Beitragvon Romana » 19.07.2016 - 16:07

becherts hat geschrieben:Klingt alles noch nicht wirklich ausgereift bei deinem Plan. Du hast ja schon einige Tipps erhalten, die ich an deiner Stelle auch sehr ernst nehmen würde. Hast du auch daran gedacht, dass du einiges an Dokumente, wie z.B. das Führngszeugnis beglaubigt übersetzen lassen musst? Oftmals vergisst man ja solche Banalitäten vor lauter Aufregung und Planung.

Diesbezüglich kann ich dir GermanyTS empfehlen. Die machen das schon seit einigen Jahren und sind super zuverlässig. Die haben auch ein paar NAATI-Übersetzer, die du wahrscheinlich benötigen wirst!


Becherts, für die meisten Backpacker-Arbeiten braucht man keine beglaubigten Übersetzungen. Ein Führungszeugnis wird nur bei bestimmten langfristigen Festeinstellungen verlangt. Und Reisepässe und Führerscheine sind heutzutage von vornherein mehrsprachig. Bei einer dauerhaften Einwanderung sieht die Sache natürlich anders aus. Ich bin übrigens auch NAATI-Übersetzerin und weitere Kollegen findet man bei Bedarf direkt auf der Website naati.com.au - dazu braucht man wirklich keine Agentur, die sich die Hälfte eures Geldes als Vermittlungsgebühr selbst in die Tasche steckt.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:

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