habe ich genug Geld?

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Moderator: Yassakka

ulli 1991
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habe ich genug Geld?

Beitragvon ulli 1991 » 03.06.2015 - 15:55

Hey Leute,
ich möchte im Oktober nach Australien und habe 3000 Euro für alles bisher, d.h. auch für Flüge etc. Mir werden vor Ort noch 1000 Euro bleiben.
Möchte allerdings direkt dort arbeiten
und von den großen Städten mich entfernen, um durchs Land zu siehen. Von Melbourne bis nach Cairns, wo ich auch Verwandte wohnen.
Wie ist eure Einschätzung ?
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Beitragvon Romana » 03.06.2015 - 18:33

Hallo Ulli, das kommt ganz drauf an, wie du es anpackst. Du könntest Riesenglück haben und gleich bezahlte Arbeit mit Unterkunft finden, aber sich darauf zu verlassen, ist sehr riskant. Viele Backpacker haben innerhalb kurzer Zeit nach ihrer Ankunft ihr ganzes Geld für Unterkunft, Essen und Reisen zu möglichen Arbeitsstellen ausgegeben und sind dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurückgereist - oder gar im Gefängnis gelandet, weil sie das Hostel oder die Restaurantrechnung nicht bezahlen konnten! Wenn du wenig Geld hast und dieses Risiko nicht eingehen willst, such dir von Deutschland aus einen sicheren Job oder zumindest eine sichere Unterkunft. Aupair-Mädchen machen das zum Beispiel seit Jahrzehnten so, und das klappt prima. Oder werde Mitglied bei www.wwoof.com.au. Für eine kleine Jahresgebühr (etwa 80 $) bekommst du ein Buch mit Tausenden von Adressen von australischen Farmen, wo du kostenlos wohnen kannst und verpflegt wirst - und manchmal gibt es sogar ein kleines Taschengeld. Wenn du erst einmal eine solche sichere kostenlose Unterkunft hast, hindert dich nichts daran, von dort aus in aller Gemütlichkeit eine bezahlte Arbeitsstelle zu suchen.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Romana » 03.06.2015 - 18:41

In einem anderen Beitrag unter "Status Finalised?" habe ich eben gelesen, dass du offenbar vor der Einreise nachweisen must, dass du 5.000 AU$ hast. Das klingt für mich durchaus glaubwürdig. (Ich finde auch, dass es eine vernünftige Regelung ist. Obwohl manche Backpacker trotzdem in Schwiergkeiten kommen können - wenn sie z.B. gleich alles Geld für ein teures Auto ausgeben oder wegen unsicherer Jobangebote kreuz und quer durchs Land fliegen. Oder das Geld bar mit sich mitführen und beklaut werden...) Informiere dich also diesbezüglich!
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Beitragvon Carpool Guy » 04.06.2015 - 02:12

ulli 1991 hat geschrieben:Hey Leute,
ich möchte im Oktober nach Australien und habe 3000 Euro für alles bisher, d.h. auch für Flüge etc. Mir werden vor Ort noch 1000 Euro bleiben.


Selbst wenn du nicht schon vorher im flughafen wieder zurueckgeschickt wirst weil die zollbeamten deine finanzlage hinterfragen ist das deutlich zu wenig.

1000 Euro sind derzeit etwa $1500, und australien ist inzwischen so teuer dass das nicht viel mehr als ein taschengeld ist.
Pro tag gibst du schon $25-30 fuers hostel aus, dann noch mindestens $10 fuer essen wenn du selbst kochst. Dabei hast du noch keine extra ausgaben wie z.b. prepaid karte + guthaben fuers handy, das teilweise kostenpflichtige internet in den hostels, geld fuer waesche waschen, zahnpasta und kleine dinge die du nach ankunft bezahlen und dir anschaffen musst. Soll heissen nach spaetestens 1- 1 1/2 monaten bist du pleite. Wenn du noch irgendwelche plaene hast, z.b. ein ticket fuer den oeffentlichen nahverkehr kaufen um dir die stadt anzusehen, eine tour machst oder dir in einer bar ein bier kaufen willst ist dein geld wohl schon viel frueher alle.

Es gibt auch keine garantie dass du einen platz auf einer farm bekommst oder innerhalb eines monats auch wirklich einen arbeitsplatz findest.
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Beitragvon Wastl » 08.06.2015 - 15:27

Also mit 1000€ würde ich persönlich nicht nach Australien gehen. Klar ist es machbar. Aber ganz ehrlich, viel mehr als die meiste Zeit zu arbeiten wirst du dann wohl nicht von Australien erleben können. Warum suchst du dir nicht erst einen Job in Deutschland (was höchstwahrscheinlich 100mal einfacher ist), sparst noch ein paar Monate Geld an und gehst dann mit mehr finanziellen Reserven nach Australien? Du wirst dann wesentlich mehr sehen und erleben können in Australien. Wenn du kaum Reserven hast und nur arbeiten gehst, da stellt sich natürlich die Frage: Was ist denn da bitte anders als zu Hause in Deutschland? Warum teure Flüge und Hostels bezahlen, wenn man letztlich nur arbeiten geht, wie zu Hause auch? Da sehe ich keinen Sinn darin. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht.

Romana hat geschrieben:dass du offenbar vor der Einreise nachweisen must, dass du 5.000 AU$ hast.

Diese Regelung gibt es schon Ewigkeiten (auch wenn das mal bei 4000$ war). Sie wird nur leider überhaupt nicht umgesetzt. Niemand von der Border Control kontrolliert das am Flughafen bzw. habe ich nie von jemanden gehört, dass die Einreise abgelehnt wurde, weil man zu wenig Geld dabei hat.
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Beitragvon patterchen » 25.06.2015 - 10:14

Kann mir auch nicht vorstellen, dass die das Personal für die Überprüfung einsetzen würden. Ist ja ein enormer zeitlicher Aufwand, wenn die das zig mal am Tag kontrollieren müssen!
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Beitragvon linnchen » 05.07.2015 - 15:41

Hallo Ulli,
hast du denn schon eine Stelle dort gefunden? Wenn ja, dann sind die 1000€ wenig, aber ok.
Wenn du da aber noch was suchen musst, und nicht weißt wie schnell du einen Job findest, dann sind die 1000€ definitiv zu wenig.
Du musst ja noch was zum Essen kaufen, sogar wenn du bei Verwandten wohnen willst, du wirst reisen , also kommen noch die Reisekosten dazu u.s.w., u.s.f.
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Beitragvon PeterDerZerstörer » 17.03.2016 - 10:19

Romana hat geschrieben:Hallo Ulli, das kommt ganz drauf an, wie du es anpackst. Du könntest Riesenglück haben und gleich bezahlte Arbeit mit Unterkunft finden, aber sich darauf zu verlassen, ist sehr riskant. Viele Backpacker haben innerhalb kurzer Zeit nach ihrer Ankunft ihr ganzes Geld für Unterkunft, Essen und Reisen zu möglichen Arbeitsstellen ausgegeben und sind dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurückgereist - oder gar im Gefängnis gelandet, weil sie das Hostel oder die Restaurantrechnung nicht bezahlen konnten! Wenn du wenig Geld hast und dieses Risiko nicht eingehen willst, such dir von Deutschland aus einen sicheren Job oder zumindest eine sichere Unterkunft. Aupair-Mädchen machen das zum Beispiel seit Jahrzehnten so, und das klappt prima. Oder werde Mitglied bei http://www.wwoof.com.au. Für eine kleine Jahresgebühr (etwa 80 $) bekommst du ein Buch mit Tausenden von Adressen von australischen Farmen, wo du kostenlos wohnen kannst und verpflegt wirst - und manchmal gibt es sogar ein kleines Taschengeld. Wenn du erst einmal eine solche sichere kostenlose Unterkunft hast, hindert dich nichts daran, von dort aus in aller Gemütlichkeit eine bezahlte Arbeitsstelle zu suchen.


Das Gefängnis ist immerhin eine Unterkunft :lol: An deiner Stelle würde ich die ganze Sache erst starten wenn du wirklich sicher bist dass das Geld auch reichen wird. Rechne die ganze Sache anhand von Reisetagen durch und du weißt in etwa wieviel du benötigen wirst. :)
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Beitragvon Mario93 » 11.10.2016 - 16:45

Du solltest natürlich schon mit einem guten Startkapital losreisen. Ohne würde ich die nicht empfhehlen nach Australien zu reisen. Du musst bedenken das du dich wahrscheinlich die ersten Monate erst einmal zurechtfinden musst und nicht sofort einen gut bezahlten Job findest. Schließlich gibt es dort nicht endlos Jobs und du befindest dich zu Anfang vor allem in einem großen Konkurrenzkampf mit anderen Travelern;) Wenn du dann erstmal angekommen bist und weißt wiedu an Jobs kommst dann wird die Sache wesentlich einfacher. Das ganze nennt man ja Reisen ohne Geld, hab ich zumindes hier gelesen https://clever.naspa.de/unterwegs-im-in-und-ausland/ Also du arbeitest, reist bis zum nächsten Punkt und arbeitest wieder solange bis du dir den nächsten Abschnitt leisten kannst. So bist du dann unterwegs im Ausland:) Klingt fast schon philosophisch!
Zuletzt geändert von Mario93 am 17.10.2016 - 08:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Romana » 12.10.2016 - 00:09

Mario93 hat geschrieben:... Also du arbeitest, reist bis zum nächsten Punkt und arbeitest wieder solange bis du dir den nächsten Abschnitt leisten kannst. So bist du dann unterwegs im Ausland:) ...


Und das ist genau die völlig unrealistische Traumvorstellung vieler junger Leute, die nach Australien kommen. Versetzt euch doch einmal in die Lage eines Arbeitgebers. Wenn er eine Stelle anzubieten hat, warum sollte er sie jemandem geben, der nur ein paar Tage bleiben will und den er dann nie wieder sieht? Egal, um welche Arbeit es geht, jeder Arbeitgeber wird einem Menschen den Vorzug geben, der dauerhaft vor Ort lebt und den er längerfristig beschäftigen bzw. bei Bedarf immer wieder heranholen kann. Kaum ein Arbeitgeber braucht nur ein einziges Mal im Leben für ein paar Tage eine neue Aushilfe. Und wenn er immer wieder eine Aushilfe braucht, will er nicht jedesmal einen neuen Landstreicher einarbeiten müssen. Den Begriff "Landstreicher" habe ich bewusst gewählt, denn das ist nun einmal die korrekte Bezeichnung für jemanden, der keinen festen Wohnsitz hat und sich mit gelegentlichen Tagelöhnerarbeiten durchs Leben schlägt, um sofort wieder zu verschwinden, wenn er seinen Lohn ausgezahlt bekommen hat. Etwas anderes ist es, wenn sich jemand an einer festen Arbeitsstelle für zehn Monate als sachkundiger, engagierter, loyaler und verantwortungsbewusster Mitarbeiter verpflichtet, sich vor Ort eine Wohnung anmietet und dann mit dem verdienten Geld in den letzten zwei Monaten eine tolle Urlaubsreise durch Australien macht.
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Beitragvon Carpool Guy » 12.10.2016 - 01:24

patterchen hat geschrieben:Kann mir auch nicht vorstellen, dass die das Personal für die Überprüfung einsetzen würden. Ist ja ein enormer zeitlicher Aufwand, wenn die das zig mal am Tag kontrollieren müssen!

Es wird ja auch nicht jeder kontrolliert, sondern nur die, die so aussehen als koennten sie sich den rueckflug nicht leisten ...
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Beitragvon ExilBayer » 12.10.2016 - 09:56

Carpool Guy hat geschrieben:
patterchen hat geschrieben:Kann mir auch nicht vorstellen, dass die das Personal für die Überprüfung einsetzen würden. Ist ja ein enormer zeitlicher Aufwand, wenn die das zig mal am Tag kontrollieren müssen!

Es wird ja auch nicht jeder kontrolliert, sondern nur die, die so aussehen als koennten sie sich den rueckflug nicht leisten ...


Bist du in den letzten Jahren mal in den USA gewesen?

Verglichen mit dem Zirkus den die USA bei jeder Einreise machen wäre eine einfache Kontrolle eines Kontoauszugs kein Aufwand.
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Beitragvon ExilBayer » 12.10.2016 - 10:20

Romana hat geschrieben:Egal, um welche Arbeit es geht, jeder Arbeitgeber wird einem Menschen den Vorzug geben, der dauerhaft vor Ort lebt und den er längerfristig beschäftigen bzw. bei Bedarf immer wieder heranholen kann.


Bei den normalen Erntejobs bei denen nach Eimern bezahlt wird ist so etwas egal.
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Beitragvon Romana » 12.10.2016 - 13:42

ExilBayer hat geschrieben:
Romana hat geschrieben:Egal, um welche Arbeit es geht, jeder Arbeitgeber wird einem Menschen den Vorzug geben, der dauerhaft vor Ort lebt und den er längerfristig beschäftigen bzw. bei Bedarf immer wieder heranholen kann.

Bei den normalen Erntejobs bei denen nach Eimern bezahlt wird ist so etwas egal.


Glaube ich nicht, ExilBayer. Auch beim stupidesten Erntejob braucht man ein paar Tage, um sich einzuarbeiten und eine vernünftige Anzahl von Eimern zu füllen. Beim Olivenernten dauert es im Schnitt drei Wochen, bis ein Backpacker in etwa die gleiche Leistung schafft wie ein erfahrener einheimischer Landarbeiter. Wenn der Backpacker nach seiner ersten Lohnauszahlung gleich wieder weiterzieht (weil er sich das Flugticket zum nächsten Jobangebot leisten kann), obwohl er gerade erst beginnt, einigermaßen produktiv zu arbeiten, ist niemandem geholfen. Der Bauer ist sauer, weil er seine Zeit und Energie und Werkzeuge mit dem Anfänger verschwendet hat, und der Backpacker ist sauer, weil er zu wenig verdient hat. Ich werde in der nächsten Olivenerntesaison auch lieber Einheimische einsetzen, die vom ersten Tag an produktiv arbeiten und die ganze Ernte durchziehen, als alle drei Tage neue Anfänger in die Arbeit einzuführen.
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Beitragvon ExilBayer » 12.10.2016 - 14:43

Romana hat geschrieben:
ExilBayer hat geschrieben:
Romana hat geschrieben:Egal, um welche Arbeit es geht, jeder Arbeitgeber wird einem Menschen den Vorzug geben, der dauerhaft vor Ort lebt und den er längerfristig beschäftigen bzw. bei Bedarf immer wieder heranholen kann.

Bei den normalen Erntejobs bei denen nach Eimern bezahlt wird ist so etwas egal.


Glaube ich nicht, ExilBayer. Auch beim stupidesten Erntejob braucht man ein paar Tage, um sich einzuarbeiten und eine vernünftige Anzahl von Eimern zu füllen.


Das kann dann aber dem Arbeitgeber egal sein - ob eine Anzahl Eimer von 3 oder von 5 Arbeitern stammt macht da finanziell keinen Unterschied.
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Beitragvon Chacco » 12.10.2016 - 20:37

Romana hat geschrieben:Ich werde in der nächsten Olivenerntesaison auch lieber Einheimische einsetzen, die vom ersten Tag an produktiv arbeiten und die ganze Ernte durchziehen, als alle drei Tage neue Anfänger in die Arbeit einzuführen.

Viel Spass dabei, Einheimische zu finden, die für nen Hungerlohn in der prallen Hitze arbeiten. Davon gibt es so gut wie keine, deshalb sind die Ernte Jobs fast alle von Backpackern und Ausländern besetzt.
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Beitragvon Carpool Guy » 13.10.2016 - 01:02

Chacco hat geschrieben:
Romana hat geschrieben:Ich werde in der nächsten Olivenerntesaison auch lieber Einheimische einsetzen ....

Viel Spass dabei, Einheimische zu finden, die für nen Hungerlohn in der prallen Hitze arbeiten....

Gleich gehts los :lol:
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Beitragvon Romana » 13.10.2016 - 02:29

Chacco hat geschrieben:Viel Spass dabei, Einheimische zu finden, die für nen Hungerlohn in der prallen Hitze arbeiten....


Erstens: Mit einem Tageslohn zwischen 100 und 200 Dollar ist jeder einheimische Landarbeiter durchaus zufrieden. Und sobald die erfahrenen Landarbeiter vergriffen sind, gibt es hier jede Menge einheimischer Arbeitsloser, deren Einarbeitung sich lohnt, weil man sie dann die ganze Saison über zur Hand hat und im nächsten Jahr wieder heranziehen kann. Genau das habe ich in der vergangenen Saison gemacht und meine beiden Leute aus der Nachbarschaft, die ich eingearbeitet habe, haben mir ihre Arbeitskraft für das nächste Jahr auch schon fest zugesagt. Plus: Sie brauchen keine Unterkunft, Bad- und Küchenmitbenutzung oder Verpflegung, was mir gegenüber Backpackern weitere Kosten und Unannehmlichkeiten erspart.

Zweitens: Im Mai ist hier sehr angenehmes Herbstwetter mit durchschnittlich 18-20 °C (ganz anders als im Januar und Februar, wenn Hunderte von verrückten Backpackern in unsere Gegend stürmen, um sich bei 40 Grad Hitze um die Weinlesejobs zu reißen, siehe http://www.australia.com/de-de/facts/we ... ather.html) und es ist in der Regel fast durchgehend trocken. Erst im Juli und August kommen die großen Regenfälle, die Erntearbeiten zeitweise unmöglich machen.
Ich habe 17 Jahre in Australien gelebt und gebe euch gern Ratschläge, wie ihr eure Zeit dort gut überleben könnt. :grins:
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Beitragvon Romana » 13.10.2016 - 02:36

ExilBayer hat geschrieben:Das kann dann aber dem Arbeitgeber egal sein - ob eine Anzahl Eimer von 3 oder von 5 Arbeitern stammt macht da finanziell keinen Unterschied.


Das stimmt auch nicht unbedingt. Für viele Erntearbeiten sind Werkzeuge nötig. Zum Olivenernten verwenden wir zum Beipiel elektrische Rechen, die neu über 5.000 Dollar kosten. Also hat kaum ein Olivenfarmer mehr als 2 oder 3 Stück davon und kann demnach auch nur eine begrenzte Anzahl von Arbeitern einsetzen. Bei anderen Farmern könnten es vielleicht nur Eimer oder Leitern oder Schlafplätze sein, die Grenzen für Arbeiterzahlen vorgeben.

Früchte haben zudem nur während eines kurzen Zeitraums den idealen Reifegrad, Oliven zum Beispiel im Mai. Dann geben sie das beste Öl, das man teurer verkaufen und mit dem man Auszeichnungen gewinnen kann, wodurch man dann sein Öl noch teurer verkaufen kann. Das gilt für alle anderen landwirtschaftlichen Produkte genauso. Wenn sich die Erntezeit übermäßig lange hinzieht (wegen zu langsamer Arbeiter oder anderer Probleme) wird die Qualität der Produkte schlechter, sie müssen billiger verkauft werden - und der Farmer verliert letztendlich Geld.
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Beitragvon ExilBayer » 13.10.2016 - 12:34

Romana hat geschrieben:
ExilBayer hat geschrieben:Das kann dann aber dem Arbeitgeber egal sein - ob eine Anzahl Eimer von 3 oder von 5 Arbeitern stammt macht da finanziell keinen Unterschied.


Das stimmt auch nicht unbedingt. Für viele Erntearbeiten sind Werkzeuge nötig. Zum Olivenernten verwenden wir zum Beipiel elektrische Rechen, die neu über 5.000 Dollar kosten. Also hat kaum ein Olivenfarmer mehr als 2 oder 3 Stück davon und kann demnach auch nur eine begrenzte Anzahl von Arbeitern einsetzen. Bei anderen Farmern könnten es vielleicht nur Eimer oder Leitern oder Schlafplätze sein, die Grenzen für Arbeiterzahlen vorgeben.


Deine Oliven sind nicht der typische Backpacker-Erntejob, oft reicht da ein Eimer.

Und wenn Schlafplätze nicht umsonst sind, dann kann es für den Arbeitgeber finanziell sogar vorteilhaft sein wenn sich mehr Backpacker die Arbeit teilen.

Romana hat geschrieben:Wenn sich die Erntezeit übermäßig lange hinzieht (wegen zu langsamer Arbeiter oder anderer Probleme) wird die Qualität der Produkte schlechter, sie müssen billiger verkauft werden - und der Farmer verliert letztendlich Geld.


Solange Backpacker Schlange stehen um Erntejobs zu machen kann der Farmer einfach mehr Backpacker einstellen.

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