Drogen und Partyszene

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Beitragvon Chacco » 12.07.2012 - 09:38

ika88 hat geschrieben:Gibts da ernstzunehmende / repräsentative Studien, die das belegen?

Was wollt ihr immer mit Studien? Frag einen Ex-Junkie, der auch nen Alkoholentzug hinter sich hat.
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Beitragvon ika88 » 12.07.2012 - 09:54

Sorry, so viele Ex-Junkies, die sowohl Alkohol- als auch Heroinentzug hinter sich haben, kenne ich "leider" nicht.

Kann ja sein, dass dir jemand mal sowas erzählt hat, aber ne persönliche Erfahrung sagt noch lange nix drüber aus, ob das auch für den Rest gilt.

Meine Meinung.
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Beitragvon Chacco » 12.07.2012 - 10:30

ika88 hat geschrieben:Kann ja sein, dass dir jemand mal sowas erzählt hat, aber ne persönliche Erfahrung sagt noch lange nix drüber aus, ob das auch für den Rest gilt.

Es hat mir nicht jemand erzählt, sondern ein Freund, der beides hinter sich hat. Und durch seine Entzüge kennt er auch wieder andere, die das bestätigen konnten.

Studien kann ich auch regelmässig widerlegen, da die Ergebnisse oft nicht auf mich zutreffen :)

Dass Alkohol gefährlich ist und der Entzug sehr schmerzhaft, kannst du überall nachlesen.

Und da du auf Studien stehst:


http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/d ... -1.1018201

Da geht es aber um die Gefahr, nicht um die Schmerzen beim Entzug.
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Beitragvon ika88 » 12.07.2012 - 10:42

Chacco hat geschrieben:Es hat mir nicht jemand erzählt, sondern ein Freund, der beides hinter sich hat. Und durch seine Entzüge kennt er auch wieder andere, die das bestätigen konnten.


Aha, okay.

Chacco hat geschrieben:Studien kann ich auch regelmässig widerlegen, da die Ergebnisse oft nicht auf mich zutreffen :)


Studien sagen ja auch meistens nicht aus, dass ein Sachverhalt o.ä. auf ALLE zutrifft, sondern auf einen bestimmten Prozentsatz.

Chacco hat geschrieben:Dass Alkohol gefährlich ist und der Entzug sehr schmerzhaft, kannst du überall nachlesen.


Stimmt, habe ich auch nicht bestritten.

Chacco hat geschrieben:Und da du auf Studien stehst:


Ja, stehe ich total drauf!


Chacco hat geschrieben: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/d ... -1.1018201

Da geht es aber um die Gefahr, nicht um die Schmerzen beim Entzug.


Danke für den Link.
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Beitragvon Jorok » 12.07.2012 - 13:47

so sorry, aber ich musste echt etwas lächeln als ich den Beitrag heute mir zu Gemüte führte.

Ich versuche mal das Thema etwas anders strukturiert anzufangen.

Gefahr von Suchtstoffen, ob Ethanol / Koffein / Kokain / THC / MDMH / etc...
Egal welcher er macht abhängig. Und das ist erstmal Festzuhalten. Klar gibt es unterschiedliche Reaktionen beim Entzug, aber alle haben eine Wirkung, Ob Physisch oder Psychisch.

Der Entzug
Beim Entzug wird dem Körper ein Stoff entzogen der vorher eine gewisse Wirkung, wie z.B. die verstärkte Ausschüttung von "Glückboten" führte.
Darauf folgt Körperlich ein Reaktion, z.B. Schüttelfrost, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, etc...

Was ist schlimmer?
Rein in der Theorie, sind alle gleich schlimm. Es kommt auf die Handhabung, Körperliche-Situation, Psychische-Situation und Wechselwirkungen bei der Nutzung und dem Entzug an. Also z.B. wenn jemand jeden Abend Wein trink, es Ihm sehr gut geht und er Körperlich fit ist. Könnte er nach 1 Jahr sich eher leicht davon lösen. Jemand der in der gleichen Situation ist, aber gerade gefeuert wurde und krank ist, könnte sich eher schlechter davon lösen.
Die Aussage das z.B. Kokain schlimmer ist als Alkohol, ist nur bedingt richtig. Wenn man davon ausgehen würde das die Dosierung beider Substanzen gleich wäre, würde Kokain schlimmer sein. Wenn man aber 1 * Jahr Kokain nimmt und 364 * Alkohol, würde jeder Mediziner sagen das der Alkohol etwas schlimmer wäre, wenn die Dosierung hoch ist.

Was ich damit sagen will, das mann die Sache nicht pauschalisieren kann.
Und zum Thema Studien, das was gelinkt wurde ist ein Presse Artikel ;)

Die Studie findet man hier: http://www.thelancet.com/journals/lance ... 6/abstract
oder verkürzt auf DE:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1053306

Und diese rankt verschiedene Substanzen in verschiedenen Faktoren ab.
Dazu muss natürlich beachtet werden das diese Indikatoren anhand einer Englischen Criminalstatistik entwickelt wurde... und da man ja weiß das desto mehr eine Substanz im Umlauf ist, auch diese öfter mit der Polizei zu tun hat, und so öfters in der Statistik zu finden ist.

Insbesondere wenn man nicht nur das Thema Schädlichkeit durch Genuss nimmt. Sondern auch Schädlichkeit durch Abhängigkeit. Und dann muss man zwangsläufig mal mit dem ICD 10 beschäftigen:
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/ic ... 10-f19.htm


Naja.
Persönlich finde ich das jeder das machen soll was er will. Solang nicht eine Gefährdung von anderen besteht. und da muss ich leider sagen das Alkohol, aufgrund der Verbreitung, schädlicher ist ;)


So Long
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Beitragvon Chacco » 12.07.2012 - 15:12

Jorok hat geschrieben:Wenn man aber 1 * Jahr Kokain nimmt und 364 * Alkohol, würde jeder Mediziner sagen das der Alkohol etwas schlimmer wäre, wenn die Dosierung hoch ist.

Da kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Art des Alkohols an. Ich kann problemlos jeden Tag 1 Jahr lang 10 Flaschen Bier trinken, ohne süchtig zu werden. Bei Spirituosen sieht die Sache ganz anders aus.
Das gilt auch für THC, normales Gras hat nen weit geringeren Suchtfaktor, als irgendwelche hochgezüchteten Pflanzen mit THC Gehalt, welches in der Natur nicht vorkommt.
Nimmt man Bier, normales Gras und Kokain im Vergleich, hat Kokain einen ganz deutlich höheren Suchtfaktor.
Zudem ist der Entzug von THC nicht mit nennenswerten körperlichen Schmerzen verbunden, der von hartem Alkohol sehr wohl, der Entzug kann sogar lebensgefährlich sein. Gleiches trifft natürlich auch in gewissem Maße auf Kokain zu, allerdings ohne akute Lebensgefahr (von Suizid Gedanken in Extremfällen mal abgesehen).
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Beitragvon Staubkind » 16.07.2012 - 18:52

Also Chacco wenn du das schaffst...
aber ich denke die meisten menschen werden bei nem verzehr von nem halben kasten pro Tag sehr schnell eine Abhängigkeit entwickeln

Alkoholentzug ist defenitiv unangenehmer als der Entzug vom Kiffen egal ob hoher THC anteil oder nicht.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, das ein Entzug bei dem eine Körperliche Abhängikeit vorhanden ist stehts schmerzhafter und unangenehmer sein wird, als ein Entzug bei dem eine rein Psychische Abhängigkeit vorhanden ist.

Deswegen fällt es vielen Menschen auch schwer Nikotin entzug komplett durch zu ziehen

Tut was ihr wollt solange ihr damit keinen anderen Gefährdet
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Beitragvon Abendstern » 17.07.2012 - 03:18

Da kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Art des Alkohols an. Ich kann problemlos jeden Tag 1 Jahr lang 10 Flaschen Bier trinken, ohne süchtig zu werden


Das nennet man dann einen Spiegeltrinker.

Und wie viele Formen des Alkoholismus es gibt, mag man gar nicht glauben. Ich hatte die Ehre darüber eine Hausarbeit zu schreiben. Ebenso hatte ich das vergnügen mit Frauen zu arbeiten, die im Methadonprogramm steckten.
Darum geht's aber gar nicht.

Wie dem auch sei. Alkohol will ich bestimmt nicht verharmlosen.
Mal nen Joint rauchen und mal einen über den Durst trinken - beides ok für mich.

Beides exzessiv geht gar nicht für mich. Leider sieht man beides in Australien nur zu oft. Von daher seh ich gar keinen Grund meine Einstellung zu überdenken.

Ich hab mich nur gefragt wieso einen die Drogenszene in nem Land interessiert!? Aber da bin ich wohl blauäugig ;-)
Ich trink mal einen, aber das war es dann auch.
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Beitragvon Chacco » 17.07.2012 - 04:14

Abendstern hat geschrieben:Das nennet man dann einen Spiegeltrinker.

Falsch. Ein Spiegeltrinker trinkt über den Tag verteilt, weil er süchtig ist, aber nicht auffallen möchte. Man wird ihn selten betrunken antreffen.

Ich rede davon, dass man sich 1 Jahr lang jeden Abend 10 Bier reinschüttet, also durchaus jeden abend betrunken ist. Danach hört man einfach wieder auf, also keine Sucht vorhanden.
Kann nicht jeder, gibt aber viele, die es können, ohne eine Sucht zu entwickeln.
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Beitragvon heimert » 21.07.2012 - 11:58

Warum geht es denn hier nun ausschließlich um Sucht und Drogen? Ich habe die zugehörigen Szene nie als besonders charakteristisch für Australien betrachtet (von einigen Gegenden im Landesinneren die ich zugegebenermaßen nicht kenne einmal abgesehen)
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Beitragvon fabe » 07.08.2012 - 02:01

Dave_Dave hat geschrieben:Jeder hat halt seine Hobbies und jedes Hobby hat seine Konsequenzen und die Spinner die mit 2 Promille meinen alles zu können muss man einfach ignorieren.


Hey Dave,
grundsätzlich hast du mit der Einstellung natürlich recht. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass du noch nie in Perth warst. Die Feier-Kultur ist dort eine ganz andere als z.B. in Berlin. Oder im Vergleich zu Dublin: hier begegnet man sicherlich auch überwiegend ausreichend alkoholisierten Menschen, aber die Irländer sind mir dabei trotzdem noch wie gescheite Leute vorgekommen (und vor allem nicht gleichzeitig auf irgendwelchen Drogen). Wenn du mal nach Perth kommst und dort deinen Spaß haben solltest (nachts), dann freuts mich natürlich für dich, aber ich kenne keinen, der länger als 1 Monat da war und dem in der Zeit nicht mindestens eine "Rangelei" aufgedrückt worden ist. Für mich war das sehr enttäuschend, da genau die Art von Aussies, die nachts auf Alk und Drogen Ärger gemacht haben, tagsüber sehr offene und lustige Zeitgenossen waren. Meine bis dahin unkritische Betrachtung dieser Genußmittel hat sich in der Zeit auf jeden Fall sehr verändert.
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Re: Drogen und Partyszene

Beitragvon scneke » 29.08.2012 - 11:45

Hallo!

Die meisten Probleme hat man in Australien und Drogen, wenn es um die Ureinwohner geht, besonders beim Thema Alkohol. Ärger kannst du aber in jeder Stadt bekommen in jedem Land der Welt. Man sollte aber denken, dass in Australien die Strafen oft sehr hoch sind, wenn es um dieses Thema geht.
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Re:

Beitragvon Jayson » 06.09.2012 - 10:49

Abendstern hat geschrieben:
Da kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Art des Alkohols an. Ich kann problemlos jeden Tag 1 Jahr lang 10 Flaschen Bier trinken, ohne süchtig zu werden


Das nennet man dann einen Spiegeltrinker.

Und wie viele Formen des Alkoholismus es gibt, mag man gar nicht glauben. Ich hatte die Ehre darüber eine Hausarbeit zu schreiben.


dann sagt dir sicherlich "quartalstrinker" etwas.
war ich über 8 jahre hinweg, immer wieder exzessive phasen, gefolgt von "trockenen" phasen.
vor 2 monaten habe ich für mich selbst beschlossen gar nicht mehr zu trinken und es klappt erstaunlich gut (und ich arbeite in einem club!)
im april gehts nach australien und ich bin zuversichtlich bis dahin auch das rauchen aufzugeben.
klingt zwar alles öko-kitschig, aber was hab ich davon meinen körper vorsätzlich zu schädigen?
alkohol mag ja hin und wieder ganz nett sein und mal "1-2" bier trinken mag ja auch für die meisten okay sein, aber ich sehe es einfach nicht ein für ein für kopfschmerzen und übelkeit am nächsten tag 50-100 euro aus dem fenster zu werfen.
rauchen ist genauso ein schwachsinn. habe jetzt über wochen hinweg abgebaut und rauche momentan noch ganz genau eine zigarette pro tag.
und ich war ein ekelhafter raucher, teilweise bis zu 3 bigpacks am tag.
am bescheurtsten ist eigentlich warum man überhaupt raucht, man hat irgendwann mal mit dem unsinn angefangen und ist dabei geblieben weil man süchtig ist.
der größte irrglaube ist leider "ich kann jeden tag aufhören". kann man nämlich nicht. kalten entzug habe ich probiert, aber kalter schweiss, nervosität und herzrasen fand ich jetzt nicht so schön.
und dieses subjektive "eine zigarette tut gut" stimmt auch nicht. sie tut ja schliesslich nur gut weil man die entzugserscheinungen, die man OHNE RAUCHEN GAR NICHT HÄTTE, abstellt.

kiffen ist für mich, naja.... sagen wir mal, ich habe da nichts gegen. wenn man meint man müsse das gelegentlich tun, find ich das okay. wenn es zum täglichen muss wird, ist man auch schon wieder am ziel vorbei geschossen. kenne genug leute die dadurch total matschig in der birne geworden sind.
deswegen tue ich es auch nicht :P
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Re: Drogen und Partyszene

Beitragvon *Eileen* » 07.09.2012 - 11:37

Da wünsch ich dir viel Glück für das Vorhaben in Australien ;) ich bin noch nicht lange hier und bisher nur in Brisbane, aber irgendwie scheint hier Rauchen und täglicher Alkoholkonsim und Kiffen bei allen voll der Trend zu sein... da wird das mit dem Aufhöen bestimmt noch schwieriger. (Tschuldigung für diesen pessimistischen Beitrag :D bin aber momentan echt enttäuscht dass ich bisher nur Leute getroffen hab,denen es nur darum geht. Deswegen musste ich mich mal auskotzen :D hoffentlich ist es ja nicht überall so^^)
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Re: Drogen und Partyszene

Beitragvon Jayson » 07.09.2012 - 11:46

ich werd auch in brisbane starten, aber erst im april. bis dahin bin ich da wohl mit durch ;)
nicht trinken ist bei mir kein problem, ich arbeite im moment schon nebenbei als barkeeper und kriege es problemlos hin NICHTS zu trinken ;)
rauchen ist halt schonmal schwierig, aber in knapp 7 monaten sollte das wohl zu schaffen sein.
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Re: Drogen und Partyszene

Beitragvon Dennis89rc » 08.09.2012 - 02:40

Habe schon den ein oder anderen hier unten getroffen, der mit dem Rauchen aufgehört hat.
Das lagt dann meistens aber an dem sehr hohen Preis für die Zigaretten :grins:
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